Mobile Hotspots WLan-Geräte to go – zwei über­tragen Daten sehr gut

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Mobile Hotspots - WLan-Geräte to go – zwei über­tragen Daten sehr gut
© BERGMANN FOTO, Carsten Bergmann

Mobile Hotspots versorgen Handys, Tablets und Laptops mit Internet. Die kleinen Käst­chen bauen ihr eigenes WLan-Netz­werk auf und lassen sich dank Akku unterwegs von mehreren Personen gleich­zeitig nutzen. Hilf­reich sind sie etwa im Ausland, beim Camping oder auf Dienst­reise. Auch Smartphones haben eine Hotspot-Funk­tion, deshalb ließ die Stiftung Warentest neun mobile Hotspots gegen drei Handys antreten (Preise: 50 bis 223 / 650 bis 805 Euro).

Mobile Hotspots Testergebnisse für 12 Mobile Hot­spots 06/2018

Inhalt
Liste der 12 getesteten Produkte
Mobile Hot­spots 06/2018 - LTE-Hot­spot mit Akku
  • D-Link DWR-932 Hauptbild
    D-Link DWR-932
  • Huawei E5885 Hauptbild
    Huawei E5885
  • Netgear AirCard 790 Hauptbild
    Netgear AirCard 790
  • Telekom Speedbox LTE mini II Hauptbild
    Telekom Speedbox LTE mini II
  • TP-Link M7650 Hauptbild
    TP-Link M7650
  • Zyxel Mobiler LTE Router WAH7706 Hauptbild
    Zyxel Mobiler LTE Router WAH7706
Mobile Hot­spots 06/2018 - LTE-Hot­spot mit Strom­anschluss
  • AVM Fritz!Box 6820 LTE Hauptbild
    AVM Fritz!Box 6820 LTE
  • Telekom Speedbox LTE IV Hauptbild
    Telekom Speedbox LTE IV
  • Vodafone GigaCube Flex Hauptbild
    Vodafone GigaCube Flex
Mobile Hot­spots 06/2018 - Smartphones als mobile Hot­spots
  • Apple iPhone 8 als mobiler Hotspot Hauptbild
    Apple iPhone 8 als mobiler Hotspot
  • Google Pixel 2 als mobiler Hotspot Hauptbild
    Google Pixel 2 als mobiler Hotspot
  • Samsung Galaxy S8 als mobiler Hotspot Hauptbild
    Samsung Galaxy S8 als mobiler Hotspot

Im Ausland surfen alle über eine SIM-Karte

Viele Familien surfen im Urlaub nicht nur auf dem Wasser, sondern auch im Internet. Weit weg vom heimischen Mobil­funk­netz brauchen Vater, Mutter und Kinder in Australien, Thai­land oder Südafrika für all ihre mobilen Geräte einen Auslands­tarif oder eine SIM-Karte aus dem Urlaubs­land. Praktischer ist ein mobiler Hotspot. Das kleine Gerät wählt sich über seine eigene Mobil­funk­karte ins Mobil­funk­netz ein, verbindet sich mit dem Internet und baut ein WLan-Netz­werk auf. Sämtliche Handys, Tablets und Notebooks der Familie können sich mit einem WLan-Pass­wort drahtlos ins Netz­werk einloggen. Alle surfen, mailen und chatten unterwegs mit nur einer SIM-Karte. Übers WLan lässt es sich sogar güns­tiger telefonieren – per sogenanntem WLan-Call.

Das bietet der Test Mobile Hotspots

Test­ergeb­nisse.
Die Tabelle zeigt Bewertungen der Stiftung Warentest für 12 Mobile Hotspots, darunter 6 LTE-Hotspots mit Akku und 3 mit Strom­anschluss sowie 3 Smartphones mit Hotspot-Funk­tion. Die WLan-Geräte liefern Internet­zugang für bis zu 64 Handys, Tablets oder Laptops. Prüf­punkte: Daten­über­tragung, Hand­habung, Akku und Strom­verbrauch sowie Daten­sende­verhalten der Apps. Acht Geräte schneiden gut ab.
Tipps.
Wir sagen, worauf Sie bei einem mobilen Hotspot achten müssen, wie Sie die Hotspot-Funk­tion Ihres Smartphones akti­vieren – und ob Smartphones mit Hotspot-Funk­tion eine gute Alternative zu mobilen WLan-Geräten sind.
Heft-Artikel.
Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 6/2018.

Zwei Hotspots über­tragen Daten sehr zackig

Geprüft haben wir sechs mobile Hotspots mit Akku und drei mit Netz­teil, die sich nur an der Steck­dose nutzen lassen und eher für die Ferien­wohnung oder den Schrebergarten gedacht sind. Wichtigster Prüf­punkt war die Daten­über­tragung: Wie flott lassen sich Videos, Fotos oder Mails aus dem Netz herunter­laden? Kommt es zum Daten­stau, wenn viele mobile Geräte gleich­zeitig über einen einzigen Hotspot aufs Internet zugreifen? Immerhin können einige Hotspots mehr als 50 weitere Geräte versorgen. Zwei Test­kandidaten schnitten bei der Daten­über­tragung sehr gut ab.

Große Unterschieden bei Akku-Lauf­zeiten

Smartphones haben ebenfalls eine Hotspot-Funk­tion. Sie lässt sich in den Telefon­einstel­lungen akti­vieren, gilt aber als Akku­fresser. Wie stark der Akku geschröpft wird, haben wir uns bei drei Handys angesehen: Apple iPhone 8, Google Pixel 2 und Samsung Galaxy S8. Eines der Handys hat uns mit 7 Stunden Akku­lauf­zeit positiv über­rascht. Zum Vergleich: Die meisten Akku-Hotspots liefen zwischen 4 und 7 Stunden, nur einer schaffte satte 15 Stunden – und zwar bei ständiger Daten­über­tragung.

Das Mobil­funk­netz muss stimmen

Wissens­wert: Sowohl das Smartphone als auch der mobile Hotspot benötigt einen Mobil­funk­tarif mit hohem Daten­volumen, mindestens fünf Gigabyte sind ratsam. Sonst ist der Surf­spaß schnell vorbei. Geeignete Tarife empfehlen wir in unserem Test Datentarife. Wie gut der Hotspot funk­tioniert, hängt auch von der Qualität des Mobil­funk­netzes vor Ort ab. Alle Geräte im Test liefern auch Internet über den schnellen LTE-Funk. Aber: Im Funk­loch geht nichts mehr.

Für Garten, Camping oder Dienst­reise

Hotspots helfen in speziellen Situationen.
Sie bringen mobile Geräte ohne eigene Sim-Karte ins Internet oder versorgen mehrere Handys und Tablets unterwegs mit WLan. Typische Anwendungen sind:
Auslands­reise.
Die Familie surft mit allen mobilen Geräten über die Sim-Karte des Hotspots. Das lohnt sich vor allem mit einer güns­tigen Mobil­funk­karte aus dem Urlaubs­land. Inner­halb der EU ist ein mobiler Hotspot nicht notwendig, weil sich der deutsche Mobil­funk­tarif weiter nutzen lässt.
Dienst­reise.
Wer mit einem Notebook ohne Sim-Karte auf Dienst­reise geht, kann sich über ein verschlüsseltes WLan ins Internet einwählen und muss nicht auf öffent­liche Hotspots zurück­greifen.
Garten oder Camping.
Im Wohn­wagen oder Schrebergarten gibt es oft kein Internet über DSL oder Kabel. Ein Hotspot schont das Daten­volumen des Handys. Interes­sant ist er auch zu Hause, wenn das Internet via Strippe zu lang­sam ist.
Wichtig:
Die Qualität des LTE-Mobil­funk­netzes muss gut sein.

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8 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

mapoe am 06.09.2018 um 14:09 Uhr
Das Erfolgreichere verdrängt das Bessere ;-(

@Stiftung_Warentest: So sehr ich es natürlich nachvollziehen kann, dass die Anzahl der Testplätze begrenzt ist, so bedenklich finde ich Ihre Strategie, die Modellauswahl zu stark an der Marktbedeutung auszurichten.
Leider hat in der Vergangenheit sehr oft das Erfolgreiche das Bessere verdrängt. Dies nimmt immer mehr zu und schlussendlich entscheidet dann das eingesetzte Marketingbudget der Hersteller/Anbieter darüber, welche Geräte von Ihnen getestet werden. Durchdachte und innovative Geräte haben dadurch immer weniger eine Chance und selbst bessere Technologien setzen sich nicht durch, weil sie nicht neutral und unabhängig getestet und für besser eingestuft werden können.

Profilbild Stiftung_Warentest am 25.06.2018 um 15:16 Uhr
Carrier Aggregation und Akku-Laufzeit

@Hello-ItsMe: Wir haben den Geräten auch Carrier Aggregation gemäß dem aktuellen Stand des Ausbaus in Deutschland angeboten, die Unterschiede im Umgang damit gingen in die Bewertung für die Geschwindigkeit der Datenübertragung ein.
Wie lange der Akku hält, hängt natürlich vom Nutzerverhalten ab. Wir haben jeweils ein und drei Endgeräte im Dauerstream versorgt. So lässt sich der Akku der Geräte vergleichen. Die Angabe in der Tabelle bezieht sich auf drei Endgeräte. Im Verbraucheralltag ist die Nutzung wohl meist nicht so intensiv und dann sind längere Laufzeiten möglich. (Bu)

Hello-ItsMe am 23.06.2018 um 09:37 Uhr
Der Test ist schlecht

Es tut mir leid, dass ich das so direkt schreiben muss. Aber der Test ist nicht wirklich gut. Es wurden weder die unterstützten LTE Funktionen getestet (z.B. Carrier Aggregation - um auch mal mehr als 50 oder 100 Mbit zu empfangen), es werden auch zu den einzelnen Geräten keine Details erwähnt (z.B. warum die Einstellmöglichkeiten gut oder schlecht sind) noch sind die Daten nachvollziehbar/korrekt.
Zu letztere Anmerkung ein Beispiel: ich besitze seit einigen Jahren den Zyxel WAH7706 und seit kurzem auch den TP-Link M7650. Die Batterielaufzeit beider Geräte liegt deutlich über den in der Tabelle angegebenen Werten (Zyxel bei 8-10h).

Profilbild Stiftung_Warentest am 15.06.2018 um 11:17 Uhr
Modellauswahl

@Tonekaboni: Die Preise der ausgewählten Modelle reichten von 50-230 Euro. Da hätte ein Modell mit 60 Euro sicherlich gut reingepasst. Es gab allerdings nur neun Testplätze. Wir orientieren uns u.a. an der Marktbedeutung. Siehe auch: https://www.test.de/unternehmen/testablauf-5017344-5017349/ (SG)

Tonekaboni am 14.06.2018 um 17:46 Uhr
Re: Mehr Auswahl im Test

@Stiftung_Warentest : Das kann ich nachvollziehen, aber warum dann nicht einen größeren Teil des Preissprektums abbilden. Einen Hotspot für 60€ zu kaufen ist ja jetzt nicht absurd. Nach welchen Kriterien haben sie die Produktue ausgewählt?