So haben wir getestet

Im Test: 28 Anti-Schimmel-Mittel (20 Produkte zur Bekämpfung, darunter 3 als „Haus­mittel“ empfohlene, 5 hypochlorithaltige und 12 hypochloritfreie, sowie 8 zur Vorbeugung angebotene Wand­farben inklusive 2 Farb­zusatz­konzentrate).
Einkauf: Juli bis August 2013.
Preise: Anbieterbefragung im November 2013.

Abwertungen

Lautete das Urteil für Gesund­heits­risiken mangelhaft, konnte die Note für Gesundheit und Umwelt nur eine halbe Note besser sein. Waren Gesundheit und Umwelt ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil ebenfalls nur eine halbe Note besser sein. Waren Gebrauchs­anleitung und Verwendungs­hinweise mangelhaft, galt diese Note auch für die Hand­habung. Bei mangelhafter Hand­habung konnte das test-Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein.

Wirk­samkeit: 45 %

Bei Haus­mitteln und anderen bekämpfend wirkenden Anti-Schimmel-Mitteln prüften wir die sporen­abtötende Wirkung in Anlehnung an DIN EN 1275: 2006 mit einer Suspension von Aspergillus niger nach 60-minütiger Einwirk­zeit.

Zusätzlich beimpften wir mit handels­üblicher Wandfarbe gestrichene Gips­kartonplätt­chen mit Schimmelpilzen (Aspergillus, Penicillium, Cladosporium, Aureobasidium). Die bewachsenen Prüfkörper behandelten wir nach Anbieter­angaben (inklusive Reinigung; siehe unten), bebrüteten sie anschließend sieben Tage lang und beur­teilten danach die zu beob­achtende Wieder­auskeimung.

Bei Farben und Farb­zusätzen prüften wir deren vorbeugende Wirkung in Anlehnung an DIN EN 15457 auf Prüfkörpern (Filter­papier, Gips­karton), die zunächst angestrichen und nach Trock­nung mit einer Sporen­suspension beimpft wurden. Nach Bebrüten über 21 Tage bewerteten wir den Bewuchs (zusätzliche Kontrolle nach 49 Tagen).

Reinigungs- und Bleich­wirkung: 10 %

Bei Haus­mitteln und anderen bekämpfend wirkenden Anti-Schimmel-Mitteln über­prüften wir im Rahmen der Wirk­samkeits­prüfung die nach der Behand­lung auf den gereinigten Gips­kartonplätt­chen sicht­baren Rück­stände und Verfärbungen.

Gesundheit und Umwelt: 30 %

Gesund­heits­risiken: Beur­teilung der Inhalts­stoffe unter Berück­sichtigung möglicher Fehl­anwendungen, unter anderem groß­flächig in kleinen, schlecht gelüfteten Wohn­räumen. Geruchs­belästigung: Beur­teilung durch fünf Prüf­personen im Rahmen der Hand­habung (siehe unten). Außerdem beur­teilten Experten Umwelt­belastung (Auswirkungen auf Luft, Wasser und Abfall), Deklaration der Inhalts­stoffe, u. a. Mengen­angaben, und Gefahrenhin­weise, u. a. Verwendung erforderlicher Warn­symbole und Sicher­heits­ratschläge.

Hand­habung: 15 %

Fünf Personen (zwei Fachleute und drei hand­werk­lich begabte Laien) beur­teilten Gebrauchs­anleitung und Verwendungs­hinweise, u. a. Voll­ständig­keit und Lesbarkeit. Wir über­prüften Werbeaussagen, die eine extrem lange Wirk­samkeit versprechen, mit ergänzenden Prüfungen (siehe unten) auf ihren Wahr­heits­gehalt. Die fünf Prüf­personen beur­teilten die Verarbeitung: Bei den Haus­mitteln und anderen bekämpfend wirkenden Mitteln erprobten sie vor allem das Auftragen auf die Fläche (z. B. mit Sprayflasche oder Pinsel) und die Verteil­barkeit auf der Oberfläche. Bei den Farben untersuchten sie vor allem Entnehm­barkeit, Auftragen und Verteilen auf der Fläche, Spritz- und Laufneigung sowie das Säubern der Arbeits­geräte.

Ergänzende Prüfungen: Wir untersuchten bei bekämpfend wirkenden Mitteln, ob sie auch Vorbeugeeffekte aufweisen. Dazu wendeten wir sie auf Gips­kartonplätt­chen (mit fungizidfreier Wandfarbe gestrichen) an, die getrocknet und einen Tag später mit Schimmelpilz­suspension besprüht wurden. Nach dreiwöchiger Bebrütung bei 28 Grad auf Wasser­agar in einem Prüfgefäß kontrollierten wir, ob sich Bewuchs gebildet hatte.

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