Tipps

Ruhe: Reisekrankheit ist zum Teil auch von der Einstellung des Reisenden abhängig. Angst und Aufregung können das Problem verstärken. Also möglichst Ruhe bewahren.

Vorbereiten: Gehen Sie ausgeruht auf Reisen. Treten Sie die Reise nicht nüchtern an (leichte Kost). Wer körperlich gut trainiert ist, kommt mit Angriffen auf den Gleichgewichtssinn besser zurecht, die Standsicherheit ist erhöht.

Platzwahl: Nehmen Sie einen möglichst ruhigen Platz in einem Fahrzeug ein. Im Auto ist der beste Sitzplatz neben dem Fahrer der des Beifahrers, im Bus hinter der Vorderachse. Im Flugzeug sind die ruhigsten Plätze die über den Tragflächen, auf dem Schiff in der Mitte. An Deck ist die Situation meist besser zu ertragen als unter Deck.

Bei der Fahrt: Nehmen Sie wenn möglich einen Punkt am Horizont fest ins Visier. Stellt sich an Bord ein mulmiges Gefühl ein und ist der Wellengang dann doch zu stark, um am Horizont einen Punkt anzupeilen, kann es helfen, sich hinzulegen. Das dämpft die innere Unruhe etwas. Meiden Sie heftige Kopfbewegungen. Sorgen Sie im Auto für frische Luft, machen Sie Pausen, vertreten Sie sich die Beine.

Ablenken: Beschäftigen Sie sich mit Spielen, Aufgabenlösen. Auch Entspannungs- und Atemübungen können hilfreich sein.

Medikament: Zur Selbstbehandlung wählen Sie vor allem den Wirkstoff Diphenhydramin (neben Dimenhydrinat; siehe Tabelle: Medikamente gegen Reiseübelkeit). Um Reisekrankheit vorzubeugen, reicht eine Dosis von 50 Milligramm dieser Mittel. Die Wirkung setzt innerhalb einer Stunde ein. Eine Einnahme im Akutfall kommt zu spät. Dauert die Reise länger als acht Stunden, können Sie die Einnahme nach vier bis sechs Stunden in der genannten Dosierung wiederholen. Vom Wirkstoff Diphenhydramin nicht mehr als 200 Milligramm pro Tag schlucken, vom Wirkstoff Dimenhydrinat nicht mehr als 400 Milligramm pro Tag.

Dieser Artikel ist hilfreich. 432 Nutzer finden das hilfreich.