Schwindel als Symptom: Erkennen, behandeln

Schwindelformen: Schwindel kann ein Signal für unterschiedliche Störungen sein. Die Apotheker-Zeitung nennt in einer Veröffentlichung als häufige Schwindelarten allein zwölf verschiedene Schwindelformen. Es gibt unter anderem den gutartigen Lagerungsschwindel, den Schwindel mit Kopfschmerz oder die Menièrsche Krankheit, aber auch seltene, schwierig zu diagnostizierende Schwindelformen.

Häufiger Schwindel: „Klassiker“ ist der nur wenige Sekunden anhaltende Lagerungsschwindel. Er tritt beim Umdrehen im Liegen auf. Es gibt aber auch den Dauerdrehschwindel. Seine Ursache: In einem Ohr funktioniert das Gleichgewichtsorgan nicht mehr. Dem Morbus Menière, einem zufallartig auftretenden Schwindel, liegt ein Lymphstau im Innenohr zugrunde und er geht mit einseitigem Hörverlust und Ohrgeräuschen einher. Schwindel kann seine Ursache aber auch in psychischen Problemen haben.

Therapien: Eine medikamentöse Behandlung gegen Reiseübelkeit erfolgt in der Regel nur für wenige Tage. Ansonsten ist Training angesagt, auch um Selbstheilungs­mechanismen in Gang zu setzen. So erfolgen beim Drehschwindel Lagerungsübungen; beim Schwindel beim Aufstehen setzen die Therapeuten unter anderem auf Bewegung und Zufuhr von Flüssigkeit; bei Dauerdrehschwindel auf Gleichgewichtstraining, zu Beginn even­tuell mit einer stationären Behandlung; bei Schwindel zum Beispiel aus Platzangst auf Verhaltens­therapie und bei Unsicherheit beim Gehen mit Schwindelgefühl auf Krankengymnastik, Medika­mente und auf Operation – je nach Grunderkrankung.

Spezialisten: Hilfe geben Schwindelambulanzen in Hochschulkliniken, so etwa bei unklarer Ursache oder fehlendem Therapieerfolg.

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