„Mir hilft es gegen Migräne, viel draußen an der frischen Luft spazieren zu gehen. Das macht den Kopf frei.“, Walter Kracheel, lang­jähriger Patient

Ungefähr jeder siebte Deutsche leidet an Migräne. Schmerz­mittel und spezielle Migräne-Medikamente, sogenannte Triptane, können im Akutfall Linderung bringen. Vorbeugend verordnen Ärzte verschiedene rezept­pflichtige Wirk­stoffe. Unser Test zeigt, welche Medikamente unsere Experten als geeignet einstufen, welche Verhaltens­tipps Patienten helfen und was vom neuen Hoff­nungs­träger, der „Migräne-Spritze“, zu halten ist.

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TestMigräne29.01.2019
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Das bietet der Migräne­mittel-Test der Stiftung Warentest

Arznei­mittel­bewertungen. Unsere Tabellen zeigen Bewertungen unserer Arznei­mittel­experten für rezept­freie und rezept­pflichtige Medikamente gegen Migräne – darunter vorbeugende Medikamente sowie Mittel für den Akutfall, unter anderem gegen Übel­keit. Außerdem geben wir erst­mals unsere Einschät­zung zu den neu auf den Markt gekommenen „Migräne-Spritzen“.

Preis­vergleich. Rezept­freie Präparate sind meist selbst zu zahlen. Wir nennen die preisgüns­tigsten empfohlenen Mittel.

Hintergrund und Tipps. Wir erklären, wie Migräne-Atta­cken ablaufen und wie die Krankheit behandelt werden kann. Und wir sagen anhand von Fall­beispielen, mit welchen Verhaltens­regeln Betroffene ihr Leiden lindern können.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 2/2019.

Migräne: Belächelte Volks­krankheit

Migräne ist ein Biest. Ein wichtiger Termin? Der lang­ersehnte Urlaub? Egal. Sie kommt, wie sie kommt. Und äußert sich mit heftigen, pochend-pulsierenden Kopf­schmerzen sowie weiteren Symptomen wie Übel­keit, Schwindel, Licht-, Lärm- und Geruchs­empfindlich­keit. Nicht-Betroffene wie Freunde, Nach­barn, Kollegen oder der Chef können das Leiden schwer nach­empfinden. Von „über­empfindlich“ bis „Drückeberger“ kursiert so manches Klischee über Patienten – was viele zusätzlich enorm belastet. Migräne plagt ungefähr 10 bis 15 Prozent der Menschen in Deutsch­land und zählt zu den Volks­krankheiten.

Was man Migränepatienten nicht sagen sollte

„Das sind doch nur Kopf­schmerzen.“
Von wegen. Migräne verläuft meist weit­aus heftiger als „gewöhnliche“ Kopf­schmerzen. Und sie erzeugt weitere Symptome wie Übel­keit, Schwindel, Licht- und Lärm­über­empfindlich­keit. Das Gesamt­paket quält enorm.

„Du bleibst ganz schön oft zu Hause.“
Das machen sich Betroffene selbst zum Vorwurf – und würden wahn­sinnig gern arbeiten statt mal wieder zu Hause im Bett die Hölle zu durch­leben.

„Geh doch mal raus an die frische Luft.“
Ja, ein Spaziergang an der frischen Luft tut Betroffenen gut – in der schmerz­freien Phase. Während einer Migräneattacke ist für viele hingegen schon die kleinste Bewegung der reinste Horror. Da ist an Spazieren­gehen nicht zu denken.

„Du siehst aber gut aus – gar nicht krank.“
Migräne macht sich zwischen den Atta­cken äußerlich nicht bemerk­bar. Ganz anders allerdings ist die Lage während der Anfälle.

„Du nimmst ja viele Medikamente.“
Das ist nicht verwerf­lich. Viele Patienten brauchen täglich Arzneien, um Atta­cken vorzubeugen. Und im Akutfall zählt oft schnellst­möglich ein Akutmedikament.

Was bringen die „Migräne-Spritzen“?

Verschiedene Medikamente können das Leiden lindern – akut oder vorbeugend. Als neue Hoff­nungs­träger gelten spezielle vorbeugende Wirk­stoffe zum Spritzen. Sie blockieren die Auswirkungen eines Stoffs, der im Nerven­system gebildet wird und beim Entstehen der Erkrankung eine große Rolle spielt: Calcitonin Gene-Related Peptide, kurz CGRP. Mehrere Pharmafirmen forschen an dem Prinzip. Das erste Präparat ist seit November 2018 in deutschen Apotheken verfügbar. Es heißt Aimovig und enthält den Wirk­stoff Erenumab. Patienten spritzen es sich normaler­weise alle vier Wochen selber. Die Arznei­mittel-Experten der Stiftung Warentest sagen, was von diesen neuen „Migräne-Spritzen“ zu halten ist.

Nicht alle gängigen Arznei­mittel sind geeignet

Zu den üblichen vorbeugenden Migräne-Mitteln zählen etwa rezept­pflichtige Beta­blocker. Im Akutfall wiederum kommen vor allem Schmerz­mittel und sogenannte Triptane zum Einsatz. Viele – aber nicht alle – Migräne-Medikamente sind laut Bewertung unserer Arznei­mittel­experten geeignet. Die Auswahl richtet sich nach Schwere und Häufig­keit sowie Begleit­erkrankungen und Besonderheiten, etwa bei Kindern oder Schwangeren. Daher ist die Abklärung beim Arzt wichtig. Erster Ansprech­partner bei verdächtigen Symptomen ist der Haus­arzt, der gegebenenfalls an Neurologen oder Schmerzmediziner verweisen kann.

Auch Verhaltens­änderungen können helfen

Viele Patienten können ihr Leiden auch lindern, indem sie bestimmte Verhaltens­regeln befolgen. Sport, Entspannungs­übungen und ein geregelter Tages­ablauf beispiels­weise können helfen. Auch kann es etwas bringen, nach Auslösefaktoren zu suchen und sie fortan möglichst zu meiden. Denn inzwischen ist bekannt, dass diverse „Trigger“ Atta­cken begüns­tigen können. Welche Maßnahmen Migräne-Anfällen vorbeugen, ist von Patient zu Patient höchst unterschiedlich. Hier kann etwa ein Kopf­schmerz-Tage­buch helfen.

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