Haltlos. Ein schwacher Beckenboden fördert bei Frauen oft Inkontinenz.

Blasen­schwäche ist vielen peinlich. Oft sprechen Betroffene nicht mit ihrem Arzt darüber – nicht nur aus Scham, sondern auch aus Unwissenheit. Dabei lässt sich Inkontinenz oft erfolg­reich behandeln. Wir nennen die wichtigsten Medikamente und deren Bewertung durch die Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest. Und wir sagen, wie Betroffene ihre Blasen­schwäche durch Beckenboden- und Blasentraining über­winden können.

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TestMittel gegen Blasen­schwächetest 10/2019
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Harnin­kontinenz: Urin geht unfreiwil­lig ab ...

Das Thema ist ein Tabu, die Zahl der Betroffenen ist groß: Mehrere Millionen Menschen in Deutsch­land leiden laut Schät­zungen an Blasen­schwäche, fach­sprach­lich Harnin­kontinenz. Meist handelt es sich entweder um eine „Belastungs-“ oder eine „Drangin­kontinenz“ oder eine Mischung aus beidem. Bei der Belastungs­inkontinenz geht unfreiwil­lig Urin ab, sobald der Bauchraum unter Druck gerät, etwa beim Heben, Husten, Niesen, Lachen.

... oder der Harn­drang kommt über­fall­artig

Bei Drangin­kontinenz ist die Blase hingegen über­aktiv: Bereits bei geringer Füllung entsteht plötzlich ein heftiger Drang, zur Toilette zu müssen – und nicht alle erreichen das rettende Örtchen recht­zeitig.

Mittel gegen Blasen­schwäche – das bietet der Test

Medikamentenbe­wertungen. Die Tabelle zeigt Bewertungen für verschiedene rezept­pflichtige Mittel gegen Harnin­kontinenz: Anticholinergika sowie Mittel mit Duloxetin, die Ärzte bei Belastungs­inkontinenz verordnen.

Behand­lungs­möglich­keiten. Wir stellen drei Stufen der Behand­lung von Blasen­schwäche vor – vom Training über die Medikamenten­einnahme bis hin zur Operation. Außerdem erklärt eine Expertin im Interview, was beim Beckenboden- und Blasentraining passiert, warum dafür professionelle Anleitung nötig ist – und wo man diese findet.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 10/2019.

Blasen- und Beckenbodentraining können helfen

Das Risiko für Harnin­kontinenz steigt mit dem Alter. Außerdem sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Viele sprechen nie mit ihrem Arzt darüber – aus Scham oder weil sie glauben, da lasse sich ohnehin nichts machen. Dabei gibt es Therapien mit hohen Erfolgs­raten, wie zum Beispiel Blasen- und Beckenbodentraining. Das bestätigte kürzlich eine große Auswertung von 84 Studien durch Forscher von Universitäten in den US-Bundes­staaten New Mexico und Rhode Island.

Was taugen Medikamente gegen Blasen­schwäche?

Die Arznei­mittel­experten der Stiftung Warentest haben sich auch gängige Medikamente gegen Blasen­schwäche angesehen. Unser Test verrät, wie sie im Einzelnen wirken. Helfen weder Training noch Tabletten und Co ausreichend – auch nicht in Kombination –, bleibt häufig nur eine Operation. Das Spektrum der Therapien eröffnet sich allerdings nur dem, der sich zum Arzt traut.

Bewertungen zu 9000 Medikamenten

In unserer Daten­bank Medikamente im Test finden Sie neben Mitteln gegen Harninkontinenz viele weitere frei verkäufliche und rezept­pflichtige Arznei­mittel, die unsere unabhängigen Experten nach wissenschaftlichen Gesichts­punkten begut­achtet haben. Neben den Bewertungen sind auch Erläuterungen zu finden, wie Medikamente wirken und woran sich eine bestimmte Krankheit erkennen lässt. Nach Frei­schaltung der Daten­bank haben Sie Zugriff auf sämtliche Arznei­mittel­bewertungen der Stiftung Warentest. Und Sie können die Preise vergleichen – von insgesamt 9000 Medikamenten für 132 Krankheiten.

Inkontinenz-Windeln bieten Sicherheit – die Kasse zahlt

Vorlagen oder Windels­lips können Inkontinenz­geplagten das Leben erleichtern. Verordnet sie ein Arzt, zahlen Krankenkassen dafür – ein Grund mehr fürs offene Gespräch. Patienten müssen sich meist an Vertrags­partner ihrer Kasse wenden. Gute Beratung bei Inkontinenz ist allerdings schwer zu finden, wie eine Unter­suchung der Stiftung Warentest ergab. Erfreulicher­weise gibt es aber gute Vorlagen, Windels­lips und Einmalhosen (Pants), das zeigte unser Test von Inkontinenzprodukten.

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