Aktuelles Ergebnis aus dem WIdO: Ost folgt West

Studien im Jahre 1998 zeigten, dass die allergischen Erkrankungen in Ostdeutschland nicht so häufig verbreitet waren wie in den alten Bundesländern. Diese großen Unterschiede können in den aktuellen Zahlen der Arzneimittelverordnungen, so das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO), nicht bestätigt werden: So belegt das Bundesland Sachsen-Anhalt bei der Versorgung mit Antiallergika im Jahr 2004 einen deutlichen Spitzenplatz mit 5,2 Tagesdosen pro Versicherten. Bei der Analyse der Antiallergika-Versor­gung zeigt sich: Jeder ostdeutsche Versicherte hat im Jahr 2004 im Durchschnitt 4,5 Tagesdosen erhalten, jeder westdeutsche Versicherte 4,25 Tagesdosen. Dabei entfällt im Bundesdurchschnitt jede dritte Antiallergika-Verordnung auf ein Hypo­sensi­bili­sierungs­mittel: In den neuen Bundesländern wird ein Anteil von knapp 40 Prozent erreicht. Zur Ursache: Ob die „Aufholjagd“ auf eine ansteigende Krankheitsrate in Ostdeutschland oder auf eine früher einsetzende medikamentöse Therapie zurückzuführen ist, weiß man nicht.

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