Mitfahrzentralen sind seit Jahren bekannt. Es gibt jetzt aber auch Mitflugzentralen: Der Pilot gibt an, wann er wohin fliegt, und bietet an, Passagiere mitzunehmen. Manche Piloten fliegen die Passagiere auch zu ihren Wunschzielen. Die Flugkosten werden unter allen Flugzeuginsassen aufgeteilt.

Trotzdem ist der Spaß nicht ganz billig. Es gibt verschiedene Modelle. Bei Privatpiloten kostet die Flugstunde rund 250 Mark (Cessna C172), Mitfluggelegenheiten in Stuttgart etwa eine Mark je Flugkilometer. In Frankfurt am Main vermittelt die Mitflugzentrale Flüge bei privaten Piloten ab 30 Mark je 100 Kilometer (zuzüglich 40 Mark Provision). Meist kann man die Preise verhandeln. Verdienen dürfen die Privatpiloten an der Fliegerei nicht.

In einer Flugstunde kann man eine Strecke von ca. 200 Kilometern zurücklegen. So kostet ein einfacher Flug von Berlin nach Freiburg im Breisgau (ca. 800 Kilometer in 3,5 Stunden) beim Berliner Piloten Ralf Wehner für einen Passagier etwa 500 Mark. Nimmt er drei Passagiere mit, ermäßigt sich der Preis auf 250 Mark für eine Person.

Nach Auskunft von Pilot Ralf Wehner haben die meisten keine Angst, sich zu einem Privatpiloten in die Maschine zu setzen. Ängstlichen sagt er, dass die Flugzeuge regelmäßig strengen technischen Kontrollen unterzogen werden. Bei der Zulassung zum Hobbyflieger würden die Fluglehrer darauf achten, dass es sich um zuverlässige Menschen handelt.

Mitflugzentralen:
www. mitflugzentrale.de
Frankfurt / Main: Tel. 0 69/59 01 59
Stuttgart: Tel. 07 11/21 06 50
Hamburg: Tel. 0 40/44 14 56

Manche Betreiber kleinerer Flugplätze vermitteln auch Privatpiloten. Adressen stehen in den Gelben Seiten (Stichwort Flughäfen oder Flugsportvereine).

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