Steuer­regeln: 360 Euro pro Jahr gibt es steuerfrei

Im Steuerrecht gilt der vergüns­tigte Bezug von Beleg­schafts­aktien als „geld­werter Vorteil“ und müsste wie das Gehalt versteuert werden. Es gibt aber eine Frei­grenze von 360 Euro. Bis zu diesem Betrag bleiben Vergüns­tigungen zum Beispiel in Form von Gratis­aktien steuerfrei. Erhält ein Angestellter vom Arbeit­geber einen Rabatt von 50 Prozent auf seine Beleg­schafts­aktien, könnte er also Aktien im Wert von 720 Euro steuerfrei kaufen. Bei höheren Summen muss er den geld­werten Vorteil, der sich aus dem Rabatt ergibt, mit seinem persönlichen Steu­ersatz versteuern.

Unabhängig davon müssen auch Besitzer von Mitarbeiter­aktien alle Gewinne versteuern, die sie mit dieser Beteiligung erzielen. Sowohl auf die jähr­lichen Dividenden als auch auf Kurs­gewinne fällt die Abgeltung­steuer in Höhe von 25 Prozent plus Solidaritäts­zuschlag und gegebenenfalls Kirchen­steuer an. Bis zu 801 Euro pro Jahr können Anleger im Rahmen des Sparerfrei­betrags steuerfrei kassieren (gemein­sam veranlagte Ehepaare das Doppelte). Um einen auto­matischen Abzug durch die Depot­stelle zu vermeiden, müssen sie dort aber einen Frei­stellungs­auftrag abgeben.

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