Miss­glückte Haarfärbung Meldung

Friseure haften für ihre Arbeit.

Schädigt ein Friseur beim Färben die Haare so, dass sie abge­schnitten werden müssen, können einer Kundin 1 000 Euro Schmerzens­geld zustehen.

Eine Frau wollte ihre langen schwarzen Haare blondieren lassen. Da das Haar deutliche Schäden hatte, riet die Friseurin von einer Komplett­blondierung ab und schlug ein sogenanntes Painting vor. Doch das Färbe­mittel reagierte mit den Resten einer früheren Färbung und erhitzte sich – das Haar wurde versengt. Es musste deshalb auf Kinn­länge gekürzt werden.

Die ausgebildete Friseurin hätte von der Blondierung abraten oder zumindest an einigen Haarspitzen einen Probedurch­lauf machen müssen, meinte das Amts­gericht Rheine. Da das Haar der Kundin massive Vorschäden hatte, sprach es ihr nur 1 000 Euro Schmerzens­geld zu (Az. 14 C 391/14).

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