Missbrauch von Kreditkarten Meldung

Wegen Betrugsgefahr tauschen Banken Hunderttausende Kreditkarten von Kunden aus. Rund 60 000 Betroffene sind Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken. test.de sagt, was Verbraucher im Schadensfall tun müssen.

Datenleck bei spanischem Unternehmen

Die Geldhäuser tauschen in großem Maßstab Kreditkarten der Anbieter Visa und Mastercard aus. Beide Unternehmen haben vor einem „Angriff auf die Daten deutscher Kunden“ gewarnt. Einem spanischen Finanzdienstleister sind Kundendaten abhanden gekommen, die zum Missbrauch verwendet werden können. Betroffen sind Verbraucher, die ihre Karte in den letzten Wochen in Spanien genutzt haben. Bislang sind nach Einschätzung der Institute keine Schadensfälle bekannt. Rund 25 Millionen Kunden besitzen in Deutschland nach Angaben von Mastercard eine Kreditkarte.

Bank haftet bei Schäden

Tritt der Schadensfall ein, haften auf jeden Fall die Banken. Sie müssen den Schaden komplett ersetzen. Allerdings ist generell jeder Kunde verpflichtet, sorgsam mit seiner Karte umzugehen.

Worauf Kunden achten müssen

Karteninhaber müssen mit ihrer Kreditkarte und den Daten sorgfältig umgehen. Das heißt:

  • Bewahren Sie Karte und PIN generell getrennt auf.
  • Geben Sie die Kreditkartennummer nicht leichtfertig an Dritte heraus.
  • Nutzen Sie nur sichere Bezahlsysteme.
  • Kontrollieren Sie sorgfältig die Monatsabrechnung und prüfen Sie, wenn möglich, auch online Ihre Umsätze.
  • Stellen Sie einen Schaden fest, informieren Sie sofort Ihre Bank.
  • Widersprechen Sie umgehend der Abbuchung
  • Lassen Sie die Karte sperren. Entweder über die Hotline Ihrer Bank oder über die Sperrnummer 116 116. Nicht alle Banken, wie die Karstadt-Quelle-Bank, sind an diese Sperrnummer angeschlossen.
  • Erreichen Sie niemanden am Telefon, sperren Sie die Karte schriftlich per Post oder per E-Mail bei Ihrer Bank.

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