M&W Privat

Misch­fonds Test

Gold und Silber. Gold­barren mit einem Gewicht von 1 800 Kilogramm hat die Hamburger Vermögens­verwaltung Mack & Weise zurzeit für die Anleger ihres Fonds M & W Privat gebunkert. Dazu kommen Gold- und Silber­investments bei der Züricher Kantonal­bank (ZKB). Zusammen bringt es der Fonds auf einen Edel­metall­anteil von knapp 30 Prozent. Dabei handelt es sich nur um echtes Gold und Silber, nicht um Schuld­verschreibungen, wie die Fonds­ver­antwort­lichen Martin Mack und Herwig Weise betonen.

Euro-Skeptiker. Mack und Weise sehen schwarz für den Euro und setzen auf die Krisen­festig­keit von Edel­metallen. Diese Linie verfolgen sie auch bei ihren Aktien­investments. Gut 15 Prozent des Fonds­vermögens stecken in Gold­minen­aktien. Die Branche würde nach Über­zeugung von Mack und Weise nicht nur von einem Anstieg des Gold­preises profitieren, sondern sei wegen sinkender Förderkosten ohnehin gut für die Zukunft gerüstet.

Aktien-Pessi­misten. Andere Aktien sind zurzeit nicht im Fonds. Mack und Weise gehen von einer abflachenden Konjunktur aus, die sinkende Gewinne für die Unternehmen nach sich ziehen könnte. Sie erwarten, dass die Aktien­kurse leiden. Deshalb ist der M & W Privat mit knapp 9 Prozent in Short-Fonds, vor allem im db x-trackers Short-Dax, investiert. Solche Fonds erzielen dann einen Wert­zuwachs, wenn es mit den Aktien­kursen nach unten geht. Der M & W Privat wurde am 21. Dezember 2006 aufgelegt und hat zurzeit ein Vermögen von knapp 480 Millionen Euro. Der Fonds orientiert sich an keinem Index, sondern strebt eine „lang­fristig über­durch­schnitt­liche Rendite“ an.

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