Misch­fonds Meldung

Bequem. Fertigmischungen gibts für die Küche und für die Geld­anlage.

Anleger haben in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres nach Angaben des Fonds­verbands BVI rund 17 Milliarden Euro in Misch­fonds gesteckt. Das ist mehr als in allen anderen Fonds­kategorien zusammen. Aus Aktienfonds floss sogar Geld ab. Doch so beliebt der Fertigmix aus Aktien und Anleihen ist – die Qualität von Misch­fonds lässt oft zu wünschen übrig.

Anleger müssen sich nicht kümmern

Misch­fonds investieren in Aktien und Anleihen, meist in einem vorgegebenen Verhältnis. Defensive Fonds kaufen bevor­zugt Anleihen, offensive investieren verstärkt in Aktien, ausgewogene Fonds halten die Balance. Anlegern gefällt die Idee, einen fertigen Mix kaufen zu können und sich selbst nicht kümmern zu müssen.

Mäßige Qualität

Die Bequemlich­keit hat ihren Preis. Verglichen mit einem passenden Mix aus einem Aktien­index (MSCI World) und einem Anleihen­index (Barclays Euro Aggregate) gelingt es den Fonds kaum, ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis aufzuweisen. Auch bei der Fünf­jahres­rendite liegen nur wenige Fonds über dem Indexmix.

Tipp: Auch einen fertig gemischten Fonds sollten Sie nicht einfach laufen lassen, sondern etwa einmal pro Jahr prüfen, ob er noch gut ist. Nutzen Sie dazu den Produktfinder Fonds. Sie finden dort zudem flexible Misch­fonds und Fonds, die nur europäische Aktien und Anleihen enthalten.

Eigener Mix

Alternativ können Sie auch die jeweilige Index­mischung aus MSCI World und Anleihen­index kaufen. Sie brauchen dazu die passenden Indexfonds (ETF). Auch das ist eine bequeme Lösung, wie unsere Vorschläge zu Pantoffel-Portfolios zeigen.

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