Minijobs

Weniger Steuern und Sozialabgaben für Minijobs ab 1. April

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Wer Anfang des Jahres für 325 Euro jobbt, kann ab 1. April auf einen 400-Euro-Minjob umsteigen. Für bis zu 400 Euro Verdienst im Monat muss er weder Sozialabgaben noch Steuern zahlen. Eine Extra-Freistellungsbescheinigung vom Finanzamt braucht der Arbeitnehmer dann nicht mehr.

Art des Jobs

Verdienst-
grenze
(in Euro)

Arbeitszeit-
grenze

Steuerabgaben

Sozialabgaben

Zusammenrechnung
mit anderen
rentenversicherungs-
pflichtigen
Haupt- und Nebenjobs

Das gilt bis 31. März 2003

Alle ­Minijobs

Bis 325

Unter 15 Stunden

Arbeitnehmer: Steuerfrei bei Freistellungs-
bescheinigung oder Besteuerung auf Lohnsteuerkarte

oderArbeitgeber: 20 Prozent pauschal plus Solidaritäts-
beitrag und gegebenenfalls Kirchensteuer

Arbeitnehmer: Sozialabgabenfrei

Arbeitgeber: 12 Prozent pauschal für die Rentenversicherung und gegebenenfalls 10 Prozent pauschal für die Krankenversicherung

Ja, uneingeschränkt.
Werden nach Zusammenrechnung 325 Euro überschritten, volle Sozialversicherungspflicht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bis zur Beitragsbemessungsgrenze, jeweils rund 21 Prozent des Verdienstes.

Das gilt ab 1. April 2003

Gewerblicher ­Minijob

Bis 400

Keine

Arbeitnehmer: Steuerfrei ohne weitere Voraussetzung oder Besteuerung auf Lohnsteuerkarte

Arbeitgeber: 2 Prozent pauschal, wenn keine Besteuerung auf Lohnsteuerkarte

Arbeitnehmer: Sozialabgabenfrei

Arbeitgeber: 12 Prozent pauschal für die Rentenversicherung und gegebenenfalls 11 Prozent pauschal für die Krankenversicherung

Ein Minijob neben dem sozialversicherungspflichtigen Hauptjob bleibt steuerfrei.
Mehrere Minijobs werden zusammengerechnet und führen bei Überschreitung der 400-Euro-Grenze zur Sozialversicherungspflicht (unter 800 Euro siehe Tabelle „Zwischen 400 und 800 Euro Montasgehalt“).

Minijobs im Haushalt

Bis 400

Keine

Arbeitnehmer: Steuerfreiheit ohne weitere Voraussetzung oder Besteuerung auf Lohnsteuerkarte

Arbeitgeber: 2 Prozent pauschal, wenn keine Besteuerung auf Lohnsteuerkarte

Arbeitnehmer: Sozialabgabenfrei

Arbeitgeber: 5 Prozent pauschal für die ­Rentenversicherung und gegebenenfalls 5 Prozent pauschal für die Krankenversicherung

Ein Minijob neben dem sozialversicherungspflichtigen Hauptjob bleibt steuerfrei.
Mehrere Minijobs werden zusammengerechnet und führen bei Überschreitung der 400-Euro-Grenze zur Sozialversicherungspflicht (unter 800 Euro siehe Tabelle „Zwischen 400 und 800 Euro Montasgehalt“).

Midijobs

Über 400 bis 800

Keine

Arbeitnehmer: Besteuerung auf Lohnsteuerkarte

Arbeitnehmer: Ermäßigte Sozialversicherungsbeiträge in der Gleitzone zwischen 400,01 und 800 Euro (siehe Tabelle „Zwischen 400 und 800 Euro Montasgehalt“)

Arbeitgeber: Normale Sozialabgaben (rund 21 Prozent des Verdienstes)

Ja, uneingeschränkt.
Werden nach Zusammenrechnung 800 Euro überschritten, volle Sozialversicherungspflicht auch für Arbeitnehmer bis zur Beitragsbemessungsgrenze, jeweils rund 21 Prozent des Verdienstes.

Das bleibt unverändert

Saisonjobs

Siehe Spalte Steuer­-
abgaben

Siehe Spalte Steuer- und ­Sozial-
ab­­gaben

Arbeitnehmer: Besteuerung auf Lohnsteuerkarte

oder Arbeitgeber: 25 Prozent pauschal plus Solidaritätsbeitrag und gegebenenfalls Kirchensteuer, wenn der Verdienst maximal 62 Euro pro Tag (höchstens 1 116 Euro pro Job) beträgt, es maximal 18 zusammenhängende Arbeitstage pro Job sind und höchstens drei bis vier Saisonjobs pro Jahr

Arbeitnehmer: Sozialabgabenfrei, wenn Arbeitzeit auf längstens zwei Monate oder insgesamt 50 Tage im Kalenderjahr begrenzt und Job vertraglich oder nach seiner Art (etwa saisonbedingt) begrenzt angelegt ist und aushilfsweise (nicht berufsmäßig) ausgeübt wird

Arbeitgeber: Sozialabgabenfrei

Keine Zusammenrechnung mit Haupt- oder Minijobs.

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