Berufstätige Eltern müssen die Kosten für eine geringfügig beschäftigte Haushaltshilfe, die Kinder unter 14 Jahren betreut, als außergewöhnliche Belastung abrechnen. Doch wenn sie für ein Kind mehr als die Maximalsumme von 3 048 Euro im Jahr ausgeben, können sie für den Rest die Steuerermäßigung für Minijobs beantragen. Das steht in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 14. August 2003 (IV A 5 - S 2296 b-13/03).

Geringfügig beschäftigt ist eine Hilfe, wenn ihr Lohn bis zu 400 Euro im Monat beträgt und Eltern dafür 12 Prozent Steuern und Sozialabgaben zahlen.

In dem BMF-Schreiben gibt ein Ehepaar für die Betreuung des dreijährigen Sohnes 3 600 Euro aus. Die rechnet es in der Steuererklärung für 2003 so als außergewöhnliche Belastung ab:

Betreuungskosten: 3 600 Euro
-Selbstbeteiligung: 1 548 Euro
Differenz: 2 052 Euro
-absetzbarer Höchstbetrag: 1 500 Euro
Rest: 552 Euro

Müssen Eltern 70 000 Euro Einkommen versteuern, sparen sie durch den Abzug des Höchstbetrags von 1 500 Euro rund 593 Euro Steuern und Solidaritätszuschlag. Für die restlichen Kosten von 552 Euro erhalten sie auf Antrag 10 Prozent Steuerermäßigung – also rund 55 Euro. Im Endeffekt kostet die Betreuung deshalb nur rund 2 952 Euro.

Tipp: Die Bundesknappschaft gibt gratis Auskunft zu Minijobs, werktags von 7 bis 19 Uhr unter 0 800 0/20 05 04.

Dieser Artikel ist hilfreich. 634 Nutzer finden das hilfreich.