Mini-Notebook von Aldi Schnelltest

Neu bei Aldi-Nord: Sonderangebote gibts jetzt Montags und Donnerstags. Bisher war Mittwoch dort der Aktionsware-Tag. Zum Start der neuen Zeitrechnung lockte Aldi-Nord gestern mit einem kleinen und leichten Notebook mit 12 Zoll-Bildschirm für 699 Euro. Das Kompaktgerät von Aldi-Hauslieferant Medion verspricht mehr Tragbarkeit bei voller Rechenleistung und ist in weiß oder schwarz zu haben. Der Schnelltest klärt, wie gut es funktioniert und wie lange der Akku durchhält.

Verkleinerung ohne Aufpreis

Mini-Notebook von Aldi Schnelltest

Bisher galt: Notebooks mit weniger Ausdehnung kosten mehr Geld. Geräte im Format des aktuellen Aldi-Notebooks sind bei vergleichbarer Ausstattung meist um 1 000 Euro teuer. Der Aufwand, die komplizierte Technik auf weniger Raum unterzubringen, ist groß. Beim aktuellen Medion-Mini zum sonst für einfache 15 Zoll-Notebooks üblichen Preis gelingt die Verkleinerung auch nur unvollkommen. Der Akku ragt hinten rund zwei Zentimeter über das Notebookgehäuse heraus. Trotzdem ist das Gerät im Vergleich zu herkömmlichen Notebooks deutlich kleiner und vor allem leichter. Es wiegt nur gut 2 Kilo. Ausgewachsene Laptops bringen dagegen meist rund 3 Kilo auf die Waage.

Genug Leistung zum Arbeiten

Keine Überraschungen gibts bei der Leistung. Büroprogramme laufen ohne jede Einschränkung. Nur bei Verarbeitung sehr großer und komplizierter Dateien gibts minimale Wartezeiten. Eher etwas schwächer als viele andere Notebooks schneidet das Medion-Notebook bei der Multimedialeistung ab. Zu einer spürbaren Einbuße beim Arbeitstempo führt das allerdings auch nur bei Speicher- und rechenintensiven Anwendungen wie der Verarbeitung großer Video- und sehr großer Fotodateien. Seine Grenze erreicht das Notebook bei aktuellen 3D-Spielen. Die bringt der auf der Hauptplatine integrierte Grafikprozessor nur langsam und ruckelnd auf den Bildschirm. Ältere Spiele mit geringerem Bedarf an Grafikrechenleistung laufen allerdings flüssig über den Schirm.

Ordentliches Durchhaltevermögen

Die Akkulaufzeit ist nicht wirklich gut, aber immerhin etwas länger als bei Durchschnittsnotebooks. Sie reicht für ziemlich genau zwei Stunden DVD-gucken bei voller Lautstärke und Helligkeit. Im Notebook-typischen Mischbetrieb schafft er sogar knapp drei Stunden. Gut: Am Ladegerät ist ein richtiger Netzschalter, so dass sich der Stromverbrauch völlig abschalten lässt.

Klang ohne Qualität

Klar: Die Verkleinerung und Erleichterung gegenüber Standard-Notebooks führt zu Einbußen. Auf dem Bildschirm ist weniger zu sehen und die Tasten rücken enger zusammen. Immerhin hat Medion die Windows Vista-Voreinstellungen sinnvoll angepasst. Die Symbole auf dem Desktop erscheinen ungefähr genau so groß wie auf einem 15 Zoll-Notebook. Bei der Einbuße an Bildschirmfläche bleibts natürlich. Auf der Strecke blieb bei der Notebookverkleinerung Marke Medion außerdem ein erheblicher Teil der schon bei Standard-Notebooks bescheidenen Klangqualität der Lautsprecher. Musik und DVD-Soundtracks klingen dünn und fiepsig. Immerhin: Dialoge sind noch einigermaßen verständlich, und die Lüfter im Notebook gehen dezent zu Werke und produzieren keine nennenswerten Störgeräusche.

test-Kommentar: Klein, aber günstig
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