Mini-Notebook von Aldi Schnelltest

Aldi verkaufte heute (Donnerstag, 16.10.) ein putziges Mini-Notebook für nur 369 Euro. Für Internet, E-Mail, Fotos, Musik und Telefonie. Klingt gut. Leider hält der Akku nicht mit. Der Schnelltest klärt auf.

Bluetooth und Festplatte neu

Zweiter Versuch: Das Medion Akoya mini Netbook ist nicht neu. Aldi offerierte das kleine Notebook bereits im Juli. Damals noch mit 80 Gigabyte Festplatte und ohne Bluetooth. Nun gibt es das mini Netbook mit Bluetooth Adapter und 160 Gigabyte Festplatte. Vorteil: mehr Speicherplatz und bessere Kommunikation - etwa mit dem Handy. Die Modellbezeichnung bleibt gleich. Das Medion Netbook hört immer noch auf den Namen E1210. Wie im Juli.

Kurzfristig billiger

Auch beim Preis sollte zunächst alles beim Alten bleiben: 399 Euro steht im Aldi-Prospekt. Überraschung dann am Morgen. Die Kassiererinnen bongen nur 369 Euro. Aldi hat den Preis kurzfristig gesenkt. Vielleicht ein Zugeständnis an eine alte Schwäche? Im Juli krankte das Gerät an seinem zu kleinen Akku. Er versorgte das Netbook im Juli nur für zwei Stunden und zehn Minuten mit Strom. Das ist ziemlich schwach. Der Mobilitätsvorteil des kleinen Notebooks war dahin.

Akku bremst Mobilität

Hat Aldi beim Akku nachgebessert? Leider nein. Der Akku ist derselbe wie im Juli. Seine Kraft reicht kaum für zweieinhalb Stunden. Dann muss das Netbook zurück an die Steckdose. Die Mobilität des Fliegengewichts ist dahin. Der Vorteil auch: Wer an der Steckdose arbeitet, braucht eigentlich kein Mini-Gerät. Schade. Mit nur 1,2 Kilo wäre das kleine Notebook wahrlich mobil. Der schwache Akku legt wieder Fesseln an. Andere Netbooks wie der EeePC von Asus bleiben dagegen viele Stunden mobil.

Klein, leicht und modern

Technisch gesehen ist das Akoya mini Netbook auf der Höhe der Zeit. Im Gerät steckt die Atom-Technologie vom US-Chipgiganten Intel. Sie soll Strom und Geld sparen. Fürs Surfen, Tippen und für einfache Anwendungen reicht die Leistung locker aus. Aldi liefert das Netbook mit einem dicken Softwarepaket. Mit Textverarbeitung, Finanzsoftware, Wörterbuch und Multimedia-Programmen. Durch den Bluetooth-Adapter kommuniziert das Gerät jetzt komfortabel mit Handys. Alles Schall und Rauch, wenn der Akku am Ende ist.

Schnelltest: Schon im Juli zu schwach

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