Mini MP3-Player von Norma Schnelltest

Die Jagd auf Weihnachtsgeschenke hat begonnen. Ganz oben auf den Wunschzetteln stehen dieses Jahr flache Bildschirme, Digitalkameras und MP3-Player. Passend zur Geschenkejagd verkauft Norma diese Woche einen schlanken Mini-MP3-Player im iPod Nano-Look. Einen Spieler mit 2 Gigabyte Speicherplatz gibt es eigentlich nur selten für 99 Euro. Doch taugt er auch als Weihnachtsgeschenk? test.de testet das Gerät im Schnellverfahren.

Gerät bedienen

Die Bedienung des Spielers ist alles andere als intuitiv: Die zentrale Play- und Pause-Taste kann tatsächlich nur Lieder starten und anhalten. Zum Bestätigen eines gewählten Liedes ist jedoch die rechte Menütaste erforderlich. Manche Eingaben müssen doppelt bestätigt werden - mit der Menütaste und der Playtaste. In den Ordnern rauf und runter Scrollen funktioniert nur mit den Skip-Tasten - diese weisen aber verwirrenderweise nach rechts und links. Außerdem reagiert das Gerät sehr träge auf Tastendruck - mitunter erst mehrere Sekunden später. Ungeduldige Hörer drücken hier schnell einmal zu viel, da sie nicht wissen, ob der Player ihre Eingabe bereits registriert hat oder nicht.

Musik hören

Wer die mitgelieferten Kopfhörer verwendet, hört nur dünne, topfige Töne. Es fehlt an Bass und Brillianz. Musikstellen mit viel Bass werden verzerrt. Klangqualität: Mangelhaft. Das Gerät selbst liefert jedoch gute Signale. Bessere Kopfhörer würden also helfen. Das ist aufgrund der 2,5 Millimeter Kopfhörerbuchse allerdings nicht einfach. Die gängigen Kopfhörer haben 3,5 Millimeter Klinkenstecker.

Radio hören

Das eingebaute Radio ist weitestgehend unbrauchbar. Es rauscht ohne Ende. Der Antennen-Empfang ist stark gestört. Radio hören ist allenfalls in der Nähe eines starken Ortssenders möglich.

Videos sehen

Der Player kann auch Videos abspielen. Doch Filme sind auf kleinen Displays naturgemäß keine große Freude. Beim Norma-Player sind die Bilder obendrein etwas unscharf und unstetig. Und es laufen vertikale Streifen über das Bild.

Daten speichern

Der Datentransfer funktioniert mittels USB-Verbindung. Neuere Betriebssysteme wie zum Beispiel Windows XP erkennen den Player als Wechselspeicher und integrieren ihn als zusätzliches Laufwerk im Arbeitsplatz. Somit ist das Gerät auch als Massenspeicher für den Transport von Daten einsetzbar. Allerdings: Das Laden von 100 Megabyte Musikdaten vom Computer auf den Spieler dauerte mit zwei Minuten relativ lange. In umgekehrter Richtung verlief der Transfer deutlich schneller: in 23 Sekunden.

Akku wechseln

Weiteres Manko: Der Akku ist fest eingebaut. Der Besitzer des Geräts kann ihn nicht selbst wechseln. Über kurz oder lang stellt sich also die Frage: Den MP3-Player wegwerfen oder ihn zum Akkuwechsel einschicken? Das kann jedoch ins Geld gehen.

Test-Kommentar: Nichts für den Gabentisch
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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