Mini-Fernseher von Aldi Schnelltest

Manche Dinge kommen immer wieder. Dazu gehört der tragbare Mini-Fernseher, der seit heute für 99 Euro bei Aldi-Süd zu haben ist. Bereits im November 2005 und März 2006 war das gleiche Gerät unter einem anderen Namen bei Norma zu haben. Kostenpunkt damals: Erst 199 und dann 179 Euro. test.de sagt, ob und unter welchen Bedingungen der Fernseher zu gebrauchen ist.

Tragbarkeit mit einschränktem Sinn

Nach wie vor gilt: Der Fernseher ist bei einem Gewicht von gut einem Kilo ohne weiteres tragbar. Sinn macht er allerdings nur, wenn am Ende des Wegs eine Steckdose oder ein Auto mit Zigarettenanzünder verfügbar ist. Der Betrieb mit Akkus oder Batterien ist nicht vorgesehen. Bei Aldi bereits im Liefer-Umfang mit enthalten: eine einfache Stabantenne. Bei Norma fehlte eine solche seinerzeit noch.

Suche nach Empfang

Bei der Bedienung ergibt sich ein zwiespältiges Bild: So lange DVB-T zu empfangen ist, funktioniert der Mini-Fernseher leidlich. Die Menüs sind klar bezeichnet und logisch aufgebaut. Flott ist der tragbare Fernseher auf Empfang programmiert. Ganz anders bei herkömmlichem Fernsehempfang: Ohne Bedienungsanleitung blickten die Tester nicht durch. Selbst mit Bedienungsanleitung blieben naheliegende Wünsche offen: Eine Sortierung der Sender nach dem automatischen Suchlauf brachten die test-Ingenieuren trotz sorgfältiger Lektüre aller Hinweise nicht zustande.

Bildfehler in Fahrt

Die Bildqualität ist gar nicht so schlecht. Klar: Bei dem Minigerät mit nur gut 20 Zentimeter kurzer Bildschirmdiagonale ist längst nicht so viel zu sehen wie bei größeren Fernsehern. Doch selbst Szenen mit zahlreichen Personen und Bilddetails sind noch erkennbar, wenn Helligkeit und Kontrast passend zur jeweiligen Umgebung eingestellt sind. Der Empfang funktioniert im Stand leidlich. Fernsehen beim Autofahren klappt allerdings kaum. Ständig löst sich das Bild in Klötzchen auf und immer wieder kommt die Meldung: „Kein Signal“.

Schwacher Ton

Ärgerlich schlecht ist allerdings der Ton des Minifernsehers. Die eingebauten Lautsprecher klingen dünn und quäkig. Auch die mitgelieferten Ohrhörer bringen kaum Besserung. Sie sind deutlich schlechter als die Exemplare, die seinerzeit bei Norma zu haben waren. Immerhin: Über den Ohrhöreranschluss ist mit einem passenden Kabel der direkte Anschluss an viele Auto- und die meisten Heim-Stereoanlagen möglich.

test-Kommentar: Fernsehen unter erschwerten Bedingungen
Im Überblick: Technische Daten und Ausstattung

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