Mineralwasser Kleine Umweltsünder

Tröte im Verschluss, Abziehbild auf dem Etikett – das Mineralwasser Vöslauer junior bringt Kindern Spaß. Der aber kostet Eltern 65 Cent für das 0,33-Liter-Fläschchen plus Pfand und damit fast so viel wie die etwa 79 Cent teure Literflasche mit dem gleichen Wasser aus Österreich. Kleine, teure Flaschen liegen auch bei deutschen Mineralbrunnen und Discountern im Trend. Sie verlangen für Wasser in 0,5-Liter-Versionen bis zu 100 Prozent mehr als für Wasser in großen Flaschen. Weiterer Nachteil: Viele Minis sind Einwegflaschen. Sie gehen für 25 Cent an den Handel zurück, werden dann geschreddert und recycelt. Doch ihre Ökobilanz ist laut neuer Studien schlechter als die von Mehrwegflaschen aus Glas und PET. Die lassen sich bis zu 15 Mal befüllen, was Energie und Rohstoffe spart. Insgesamt flossen 2009 nur noch 35 Prozent des deutschen Mineralwassers in Mehrwegflaschen, so die Genossenschaft Deutscher Brunnen. Vor zehn Jahren waren es gut 90 Prozent.

Tipp: Kaufen Sie Wasser in Mehrwegflaschen. Füllen Sie kleine Mengen aus billigeren großen Flaschen in Trinkflaschen.

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