Mineralöle in Kosmetika

Mineralöle in Lippen­pfle­gepro­dukten

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Mineralöle in Kosmetika - Kritische Stoffe in Cremes, Lippen­pfle­gepro­dukten und Vaseline
Abge­leckt. Lippen­pflege landet im Mund und damit im Körper. Von Lippen­pflege auf Mineral­ölbasis raten wir daher ab. © shutterstock

Drei exemplarisch ausgewählte Lippen­pfle­gepro­dukte haben wir auf Mineral­ölbestand­teile geprüft. Laut Deklaration enthalten sie Inhalts­stoffe auf Mineral­ölbasis, darunter Cera Microcri­stallina (CM), Ozokerite (O), Paraffin (P), Paraf­finum Liquidum (PL) und/oder Petrolatum (Ptr). In allen drei Lippen­pfle­gepro­dukten analysierten wir hohe Moah-Gehalte. Sie haben in Kosmetika nichts zu suchen.

Anbieter

Inhalt (Milliliter)

Preis (Euro)

Inhalts­stoffe auf Mineral­ölbasis laut INCI1

Moah gemäß Analyse (Prozent)2

produkte_lippenpflege_630.jpg

Labello Lip Butter Vanilla & Macadamia

19,0

2,65

CM, PL

0,6

Carmex Classic

4,9

1,99

Ptr, O, P

0,7

Blistex MedPlus

7,0

1,95

Ptr, CM

1,4

Die Produkte sind inner­halb der Gruppe nach aufsteigendem Gehalt an Moah sortiert.

1
Die Pflicht­angabe der kosmetischen Inhalts­stoffe erfolgt gemäß INCI = Interna­tional Nomenclature of Cosmetic Ingredients.
2
Moah steht für „Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons“. Die Summe ergibt sich aus den einzelnen analysierten Fraktionen. Die Prozent­angaben beziehen sich auf das Gewicht (Gramm pro 100 Gramm Produkt).
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Profilbild Stiftung_Warentest am 15.07.2019 um 12:19 Uhr
Salbe

@RenatePoxleitner: Auf jeden Fall raten wir Ihnen, mit einem Arzt Ihres Vertrauens zu sprechen. Eine Ärztin oder ein Arzt kann Ihnen bestimmt bei der Wahl einer Salbe behilflich sein.
In allen 25 untersuchten kosmetischen Produkten, die mit Mineralöl hergestellt sind, fanden wir kritische Substanzen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte auch andere mineralölhaltige Kosmetika meiden. Mineralöl steht in der Inhaltsstoffliste auf der Verpackung – meist mit folgenden Begriffen: Cera Microcristallina (Microcristallina Wax), Ceresin, Mineral Oil, Ozokerite, Paraffin, Paraffinum Liquidum, Petrolatum.
Es gibt aber auch viele Pflegeprodukte ohne den Zusatz von Mineralöl.
In Naturkosmetik darf es per se nicht eingesetzt werden. (cr)

RenatePoxleitner am 14.07.2019 um 15:02 Uhr
Koffeinhaltige Salbe

Ich suche dringend eine mineralhaltige Salbe.
Ich habe sehr trockene, entzündete Haut im Intimbereich und möchte trotzdem keinen Pool mit Chlor desinfizieren.
Mineralhaltige Salbe wirkt wie ein Film auf der Haut und ist das Mittel der ersten Wahl für alle Betroffenen.
Leider hoert man nur Klagen, wie heissen die Salben?

Traumtänzer am 24.03.2017 um 12:47 Uhr
Naturnahe Hautpflege

Wenn die naturgemäße Produktion der Talgdrüsen schwindet, ist ein Hautpflegemittel mit möglichst ähnlicher Zusammensetzung angesagt. Mineralölprodukte haben also nichts in Körperpflegemitteln zu suchen. Die Hersteller sollten mit den Argumenten "frei von Mineralölprodukten" oder "entspricht dem natürlichen Schutz der Haut" werben. Dies gilt m. E. im Prinzip auch für äußerlich anzuwendende Arzneimittel, selbst wenn im untersuchten Anwendungszeitraum keine Penetration nachweisbar ist.

halsbandschnaepper am 25.12.2015 um 08:49 Uhr
Stiftung Warentest ist gefordert

Nein, nicht nur die Hersteller sind gefordert. Es sind auch die Kunden gefordert. Mineralöl ist nicht der einzige kritische Stoff in konventioneller Kosmetik. Deshalb habe ich schon vor Jahren auf Naturkosmetik umgestellt und übrigens keinerlei Allergien oder Hautprobleme! Des weiteren ist Stiftung Warentest gefordert. Wenn alle Produkte mit Inhaltsstoffen auf Mineralölbasis abgewertet werden, dann sind die Hersteller in Zugzwang. Bisher waren die Testsieger von Stiftung Warentest aber oft mit Mineralöl und anderen kritischen Stoffen.

BeautyQueen am 19.12.2015 um 23:40 Uhr
Palmöl - muss das sein?

Ich finde auch, dass es durchaus ohne Palmöl geht und das auch vehement verteidigt und verbreitet werden sollte.. Es gibt inzwischen so viele Kosmetikprodukte, da sollte viel mehr Aufklärung gemacht werden!