Praktikanten müssen ihr nied­riges Gehalt nicht ewig akzeptieren. Eine junge Frau war mehr als fünf Jahre als Praktikantin mit einer 43-Stunden-Woche beschäftigt und erhielt 300 Euro monatlich, einen Stunden­lohn von 1,62 Euro. Nach einem Real­schul­abschluss wollte sie Fachberaterin für Finanz­dienst­leistungen werden. Die ihr versprochene Ausbildung erhielt sie allerdings nur spora­disch.

Das Landes­arbeits­gericht München hat der jungen Frau nun fast 50 000 Euro Arbeits­entgelt zugesprochen, inklusive Steuern und Sozial­versicherungs­beiträge. Das entspricht dem gesetzlichen Mindest­lohn von 8,50 Euro pro Stunde (Az. 3 Sa 23/16, nicht rechts­kräftig).

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