Milch­schokolade im Test Test

„Wenn ich Lust auf Schokolade habe, beiß ich beherzt rein“, sagt Kerstin Franzen, die Schokolade seit ihrer Kindheit liebt. Ihr Mann Jürgen lässt Schokolade auf der Zunge zergehen und meint: „Genuss braucht Zeit“.

Bei Milch­schokolade werden nicht nur Kinder schwach. Die Stiftung Warentest hat 25 hoch­wertig anmutende und beliebte Schoko­laden getestet, darunter 4 Bioschoko­laden. Bekannte Marken wie Hachez, Lindt und Ritter Sport sind ebenso vertreten wie Tafeln von Aldi und Lidl. Viele Schoko­laden im Test sind gut. Doch ausgerechnet die teuerste Schoki ist die schlechteste: Sie ist stark mit Nickel belastet (Preise: 0,69 bis 6,95 Euro pro 100 Gramm). Ganz vorn liegt ein Produkt mit Fairtrade-Siegel.

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TestMilch­schokolade im Test21.11.2018
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Schoko-Noten von gut bis ausreichend

 25 Schokis hat die Stiftung Warentest für ihren Test ausgewählt. Fast alle sind Milch- und Voll­milch­schoko­laden, eine ist eine Sahneschokolade. Die Tester untersuchten sie unter anderem auf Schad­stoffe, bestimmten ihre Milch- und Kakao­anteile, prüften die Kenn­zeichnung – und natürlich verkosteten sie sie auch. Die Gesamt­urteile reichen von gut bis ausreichend.

Schokolade lieber lutschen oder beißen?

An der Frage zart­schmelzend oder knackig-fest scheiden sich viele Geister. Der Test sagt, mit welchen Marken Freunde weicher, cremiger Schoko­laden auf ihre Kosten kommen. Deren zarter Schmelz entsteht durch das Rühren in Conchier­maschinen, kurz Conche. Sie zergehen lang­sam auf der Zunge. Wer dagegen gern Schokolade abbeißt, sollte zu knackigen Tafeln greifen. Der Test verrät, welche festen Biss bieten.

Das bietet der Test Milch­schokolade

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt Bewertungen für 25 Schoko­laden, darunter Voll­milch-, Milch- und eine Sahneschokolade. Neben Milka, Merci & Co haben wir auch Discounter-Schokolade untersucht. Vier Schoko­laden sind Bio-Produkte. Wir haben Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack sowie Mund­gefühl der Schoko­laden getestet. Außerdem prüften wir auf Schad­stoffe. Neben der mikrobiologischen Qualität gingen auch Verpackung und Deklaration in die Testnote ein. 15 Produkte haben das Qualitäts­urteil Gut bekommen, neun sind befriedigend, eins ist nur ausreichend.

Interview. Nach­haltig­keits­experte Friedel Hütz-Adams vom Institut Südwind äußert sich zu Miss­ständen im Kakao­anbau, Nach­haltig­keits­programmen wie Fairtrade, Utz und Co sowie firmen­eigenen Initiativen der Schoko­laden­hersteller.

Heft-Artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie auch Zugriff auf das PDF zum Artikel aus test 12/2018.

Für jeden Genießer­typ gibt es geschmack­lich gute Schoko­laden

Zwei Schoko­laden schneiden bei der Verkostung sehr gut ab: Die auf Schokolade trainierten Prüf­personen (Wie testet man Geschmack?) beschreiben beide als besonders komplex in Geruch und Geschmack, als sehr stark cremig, als sehr intensiv sahnig im Geschmack, sehr vanil­lig sowie stark süß. Den einzig wahren Schoko-Geschmack für jedermann gibt es aber nicht. Manche schätzen einen weniger süßen, aber dafür intensiven Kakao­geschmack. Der Test bietet für jeden Genießer­typ geschmack­lich gute Schoko­laden.

Eine Schokolade ist stark mit Nickel belastet

Schad­stoffe verderben nicht den Genuss – mit einer Ausnahme: Ausgerechnet die teuerste Schokolade im Test für 6,95 Euro je 100 Gramm ist stark mit Nickel belastet. Das Schwer­metall gelangt in erster Linie aus dem Boden in die Kakao­pflanze. Aber selbst wenn Schokoholics hin und wieder eine Tafel der betroffenen Marke komplett verdrücken würden, müssten sie keine gesundheitlichen Auswirkungen befürchten.

Eine Voll­milch­schokolade dürfte nicht so heißen

Voll­milch­schokolade besteht zu einem großen Teil aus Zucker. Außerdem muss sie laut Kakao­ver­ordnung mindestens 30 Prozent Kakao- und 18 Prozent Milch­bestand­teile haben (Kleine Schokoladenkunde). Eine Voll­milch­schokolade im Test enthält etwas zu wenig Milch und dürfte somit nicht Voll­milch­schokolade heißen.

Nicht über­all, wo Vanille drauf­steht, ist Vanille drin

Viele Schoko­laden enthalten aromatisierende Zutaten, doch nicht immer sind diese richtig gezeichnet: Bei einem Produkt steht „natürliches Vanillearoma“ in der Zutaten­liste, wir wiesen aber nur Ethylvanillin nach. Das kommt in der Natur – also auch in Vanille – nicht vor. Ein namhafter Anbieter bildet auf der Rück­seite der Tafel Vanilleblüte und -schoten ab, verwendet aber den Aroma­stoff Vanillin. Und ein weiterer verspricht vorn auf der Verpackung „verfeinert mit echter Bourbon-Vanille“. Nachgewiesen haben wir aber nur Spuren an Vanille. Eine solche fast homöo­pathische Dosis recht­fertigt aus unserer Sicht keine plakative Nennung. Nur zwei Produkte im Test enthalten Vanille in deutlicher Menge.

Nutzer­kommentare, die vor dem 21. November 2018 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

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