Kalorienbewusste Verbraucher greifen gern zu fettarmen Milchprodukten. Die Botschaft „0,1% Fett“ prangt meist überdeutlich in großen Lettern auf dem Produkt und ist zunächst auch besser verständlich als der in die Jahre gekommene Hinweis „light“. Der nämlich wurde nie so recht definiert und bedeutete letztlich nur, dass irgendein Inhaltsstoff des Lebensmittels reduziert wurde. Das konnten Zucker, Alkohol oder Koffein sein – und manchmal eben auch das Fett.

Allerdings bringt der bloße Fettentzug bei den 0,1-prozentigen Milchprodukten – meist sind es Joghurts – für das Kalorienkonto letztendlich wenig. Schaut man genauer hin, stecken im 0,1-prozentigen Naturjoghurt fast so viele Kalorien wie in normalfetten Naturjog­hurts: zum Beispiel 53 statt 68 pro 100 Gramm. Dafür sorgen Milcheiweiß und Laktose, die dazugegeben werden. Wertvolle Inhaltsstoffe wie Kalzium, Eiweiß und Vitamine stecken aber in beiden Sorten.

Paradox: In gleichem Maße, wie der Markt für fast fettfreie Milchprodukte wächst, steigt auch die Beliebtheit sahnehaltiger Joghurts und -quarks.

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