Was Verbraucher tun können

Ob ein Produkt Mikro­plastik enthält oder abgibt, müssen Hersteller nicht angeben. Wer Mikro­plastik vermeiden will, sollte deshalb folgende Tipps beachten.

Seltener Auto fahren. Reifen­abrieb ist eine der größten Quellen für Mikro­plastik. Fahren Sie deshalb oft mit dem Rad oder mit öffent­lichen Verkehrs­mitteln. Wer das Auto braucht, kann auf eine defensive Fahr­weise und lang­lebige Reifen achten. Welche das sind, zeigen die Reifentests des ADAC.

Mikro­plastik Special

Wer mit Rad oder Bahn statt mit dem Auto fährt, vermeidet am meisten Mikro­plastik.

Entsorgen. Jede liegen gelassene Plastikflasche kann zu Mikro­plastik verwittern. Lassen Sie keinen Plastik­abfall zurück, geben Sie ihn nicht ins Abwasser, sondern in die vorgesehenen Müll­behälter. Was in öffent­lichen Müll­eimern, privaten grauen Müll­tonnen oder -containern landet, wird verbrannt, was in gelben Säcken und Tonnen liegt, verbrannt oder aufbereitet.

Mikro­plastik Special

Plastikmüll in die richtige Tonne werfen, nicht in die Umwelt, wo er zu Mikro­plastik verwittert.

Beim Einkaufen. Das Umwelt­bundes­amt empfiehlt, auf Wasch-, Reinigungs­mittel und Kosmetika zu verzichten, die Kunststoffe wie Poly­ethylen enthalten. Die werden häufig als Mikro­plastik zugesetzt. Der Bund für Umwelt und Natur­schutz hat eine Liste mit Kosmetika veröffent­licht, die nach seiner Definition Mikro­plastik enthalten (Der Bund-Einkaufsratgeber Mikroplastik). Hinweis auf die Menge in einem Produkt gibt die Liste der Inhalts­stoffe. Je weiter hinten ein Stoff auftaucht, desto geringer ist seine Menge. Bei Naturkosmetika müssen Sie die Liste nicht studieren. Die dürfen kein Mikro­plastik enthalten, wenn sie das Natrue-, BDIH- oder Ecocert-Siegel tragen. Ecolabel oder Blauer Engel markieren mikro­plastikfreie Wasch­mittel. Vermeiden können Käufer Plastikverpackungen für Brot, Gemüse und Obst sowie Einwegflaschen. Greifen Sie zu Glas-Mehr­wegflaschen aus regionaler Abfüllung.

Mikro­plastik Special

Statt ständig neue Plastiktüten dauer­haft Stoff­beutel nehmen, bei Kleidung Wolle statt Fleece. Wo Siegel wie Ecocert drauf­stehen, ist kein Mikro­plastik drin.

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