Mieter dürfen in der Wohnung rauchen – aber wer exzessiv raucht, muss für notwendige Reparaturkosten zahlen. Was als exzessiv gilt, dafür hat der Bundesgerichtshof nun eine klare Grenze gezogen: Können vergilbte Wände, Türen oder Heizkörper im Rahmen der üblichen Schönheitsreparaturen – also Tapezieren, Streichen, Lackieren – instand gesetzt werden, kann der Vermieter keinen Schadenersatz fordern. Denn das ist mit dem normalen Gebrauch der Wohnung abgegolten. Außerdem kann der Vermieter ja Schönheitsreparaturen vertraglich auf den Mieter abwälzen, was im Regelfall auch geschieht.

Im vorliegenden Fall hatten zwei Studenten nur zwei Jahre die Wohnung gemietet, die danach komplett neu tapeziert werden musste, inklusive Neulackierung der Türen. Das seien übliche, nicht schadenersatzpflichtige Schönheitsreparaturen, entschieden die Richter (BGH, Az. VIII ZR 37/07).

Anders ist das aber, wenn weitergehende Arbeiten nötig sind, zum Beispiel die Wände neu zu verputzen sind. Dann müssen Mieter Schadenersatz für exzessives Rauchen zahlen.

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