Mietwohnung Meldung

Ein neues Urteil des Bundesgerichtshofs hat bei vielen Mietern für Verwirrung gesorgt: Steht im Mietvertrag, dass der Mieter regelmäßig tapezieren und streichen soll, muss er nicht auch noch beim Auszug renovieren. Sieht der Vertrag das dennoch vor, ist dies unwirksam (Az. VIII ZR 308/02).

Viele Vermieter schreiben jedoch eine Quotenklausel in den Vertrag: Der Mieter soll alle fünf Jahre renovieren, in Küche und Bad alle drei Jahre. Ist beim Auszug die letzte Renovierung ein Jahr her, muss er 20 Prozent der Malerkosten zahlen, bei zwei Jahren seit der letzten Renovierung 40 Prozent, bei drei Jahren 60, bei vier Jahren 80 Prozent. Für Küche und Bad sind es nach einem Jahr 33 Prozent, nach zwei Jahren 66 Prozent. In jedem Fall darf er auch selber streichen – was in der Praxis nichts anderes bedeutet, als dass der Mieter bei Auszug doch die gesamte Wohnung renoviert. „Dennoch sind solche Quotenklauseln wirksam“, erklärt Jurist Hermann-Josef Wüstefeld vom Deutschen Mieterverein.

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