Tipps

Wer bei einem Unfall unver­schuldet zu Schaden kommt, hat Anspruch auf Ersatz aller Schäden. Dazu gehören die Kosten eines Ersatz­wagens, wenn der eigene Wagen wegen des Unfalls repariert oder ersetzt werden muss. Aber: Betroffene dürfen sich nicht um jeden Preis eindecken. test.de gibt Tipps.

  • Unfal­lersatz­wagen. Seien Sie miss­trauisch, wenn Ihnen der Abschlepp­dienst unaufge­fordert einen Mietwagen anbietet. Akzeptieren Sie ein solches Angebot nur, wenn der Vermieter sich schriftlich oder vor Zeugen verpflichtet, direkt mit der Versicherung des Unfall­ver­ursachers abzu­rechnen und Sie bei unver­schuldeten Unfällen nichts selbst zahlen müssen. Wenn sich der Vermieter darauf nicht einlässt, nehmen Sie für nicht allzu weite Stre­cken besser ein Taxi. Wenn es sonst sehr viel teurer wird, können Sie selbst­verständlich auch den teuren Mietwagen nehmen. Sie müssen ihn dann so schnell wie möglich gegen einen preis­werten eintauschen.
  • Anmietung. Wenn Sie selbst ein Auto mieten, nennen Sie möglichst nicht den Unfall als Grund für die Anmietung. Sie haben dann bessere Chancen, ein güns­tiges Angebot zu bekommen. Wenn möglich: Vergleichen Sie verschiedene Angebote.
  • Unfal­lersatz­tarif. Sie können aber auch ganz offen einen Unfal­lersatz­wagen und einen entsprechenden Tarif verlangen. Das ist bequem, denn dann rechnet der Vermieter direkt mit der Versicherung ab. Bestehen Sie in diesem Fall aber darauf, dass der von der Versicherung zu ersetzende Schaden Ober­grenze für den Miet­preis einschließ­lich etwaiger Zusatz­leistungen ist und sie nur dann selbst etwas zahlen müssen, wenn Sie den Mietwagen länger als angemessen nutzen oder sich später zeigt, dass Sie am Unfall doch eine Mitschuld trugen. Hintergrund: Wenn der Auto­vermieter Ihnen besondere Leistungen wie die Abrechnung direkt mit der Versicherung, die Über­gabe außer­halb der Geschäfts­zeiten oder ähnliches bietet, darf ein Unfal­lersatz­wagen etwas mehr kosten als ein Mietwagen sonst. Ob und welcher Aufschlag gerecht­fertigt ist, dürfen die zuständigen Richter im Streitfall schätzen.
  • Alternativ­angebot. Wenn Sie ein Ersatz­wagen-Angebot der Versicherung des Unfall­ver­ursachers akzeptieren, sind Sie sicher vor über­höhten Preisen und müssen keinen Eigen­anteil zahlen, wenn Sie kein Mitverschulden trifft. Prüfen Sie dann allerdings, ob der Wagen und der Service wirk­lich einen voll­wertigen Ersatz für den Ausfall Ihres eigenen Autos darstellen.

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