Mietwagen im Urlaub Meldung

Mit dem Cabrio durch Kalifornien, mit dem Jeep durch Kreta oder mit dem Cinquecento durch Rom: Mietwagen gehören im Urlaub für viele dazu. Vorsicht aber bei den Verträgen: Wer nicht aufpasst, zahlt viel Geld. Auch für kleine Kratzer. test.de sagt, wie Sie Ärger vermeiden.

Teurer Kratzer

Ein Kratzer an der Stoßstange kostet Stephan Scherfenberg 108,90 Euro. Verursacht hatte er den Schaden nicht. Nur übersehen. Bei der Rückgabe des Mietwagens in Spanien kassierte der Autovermieter gleich ab. Kein Problem, dachte Herr Scherfenberg. Er reichte die Forderung an den Onlinevermittler m-brocker weiter. Dort hatte Herr Scherfenberg den Mietwagen gebucht. m-brocker versprach: „Wir übernehmen Ihre Selbstbeteiligung“. Nach dem Urlaub: Pustekuchen. m-brocker wollte den Polizeibericht sehen. Den gab es nicht, denn Herr Scherfenberg hatte keinen Unfall bemerkt. Deshalb musste er den Kratzer nun selbst bezahlen.

Sofort zur Polizei

Wer ein Auto mietet, sollte den Wagen bei Vertragsabschluss gründlich prüfen. Lassen Sie alle Kratzer und Dellen im Mietvertrag notieren. Bei einem Unfall die Polizei rufen. Auch bei Bagatellschäden. Notieren Sie Namen und Anschrift der Beteiligten und der Zeugen. Auch die Namen der Polizeibeamten. Machen Sie Fotos. Informieren Sie die Autovermietung, so schnell wie möglich. Auch bei einem Diebstahl gilt: sofort zur Polizei. Lassen Sie sich eine Kopie des Polizeiberichts geben. Damit können Sie Ansprüche gegenüber der Versicherung durchsetzen.

Police in Deutschland buchen

In einigen Ländern kann es trotzdem Ärger geben, weil die Deckungssummen der Haftpflichtversicherung zu niedrig sind. Beispiel: Türkei. Hier gelten gerade mal 5 000 Euro für Sachschäden. Schwere Unfälle können viel teurer werden. In Spanien deckt die Haftpflichtversicherung Schäden bis 100 000 Euro. In Deutschland sogar bis 500 000 Euro. Urlauber gehen sicher, wenn sie eine Police aus Deutschland mitbringen. Die gibt es beispielsweise beim ADAC, aber auch bei vielen Autoversicherungen. Die so genannte Mallorca-Police gilt in ganz Europa. Inklusive Kanaren und Madeira. Sie deckt Sach- und Personenschäden bis zu 10 Millionen Euro. Preis für einen Monat beim ADAC: 18,50 Euro. Für Fernreisen gibt es eine Traveller-Police. Preis: 43,50 Euro für einen Monat. Deckungssumme: 500 000 Euro.

Ärger vermeiden

Ärger und Enttäuschung können Urlauber vermeiden, indem sie vor der Unterschrift zumindest kurz in den Vertrag schauen. Achten Sie auf Vollkasko, Deckungssumme, Selbstbeteiligung, Fahrzeugbeschreibung, Freikilometer und die Anzahl der Fahrer. Manches Billigangebot wird durch versteckte Kosten richtig teuer. Die folgenden Tipps helfen weiter.

Tipps: So fahren Sie günstig und gut
Übersetzung: Das bedeuten die Kürzel in den Verträgen

Dieser Artikel ist hilfreich. 719 Nutzer finden das hilfreich.