Wer ein Miet­auto leiht, muss nach einem Unfall die Polizei verständigen, wenn dies so in den Vertrags­bedingungen steht – selbst dann, wenn ihm der Unfall­gegner bekannt ist (Amts­gericht München, Az. 233 C 7550/15).

Der Fall: Ein Kunde hatte über einen deutschen Reise­ver­anstalter ein Auto in Italien gemietet. Am letzten Urlaubs­tag bemerkte er einen Unfall­schaden.

Der Verursacher hatte seine Daten hinterlassen. Der Urlauber meldete den Vorfall bei der Rück­gabe, legte aber keinen Polizei­bericht vor. Der Vermieter verwies auf die Vertrags­bedingungen und verweigerte die Rück­zahlung der Kaution von 900 Euro. Er erstattete sie erst freiwil­lig, nachdem der Urlauber Klage einge­reicht hatte. Der Urlauber verlangte auch die Anwalts­kosten. Das Gericht wies die Klage ab. Es sei unerheblich, ob der Kläger wegen des Unfall­berichts eventuell den Rück­flug verpasst hätte.

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