Mieter sollten nicht darauf vertrauen, dass sie Mietverträge stets mit nur drei Monaten Frist kündigen können.

Zwar gelten Kündigungsfristen, die für Mieter ungünstiger sind, grundsätzlich nicht. Vereinbaren Mieter und Vermieter aber ausdrücklich, dass sie eine Zeit lang auf das Kündigungsrecht verzichten, gilt diese Vereinbarung (Bundesgerichtshof, Az. VIII ZR 379/03). Deshalb musste ein Mieter seinen Mietvertrag zwei Jahre lang durchhalten.

Tipp: Auf den genauen Wortlaut kommt es an. Hätte im Mietvertrag gestanden „Die Kündigungsfrist beträgt zwei Jahre“, wäre diese Regelung ungültig. Der Mieter hätte mit der üblichen Dreimonatsfrist kündigen können. Die Dreimonatsfrist hätte ebenfalls gegolten, wenn im Vertrag eine zweijährige Mietvertragsdauer angegeben worden wäre.

Gültig ist hingegen zum Beispiel eine Vereinbarung darüber, dass der Vertrag erstmals zum Ende des zweiten Jahres mit dreimonatiger Frist gekündigt werden kann.

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