Vermieter dürfen zusätzlich zur Grund­miete keine Verwaltungs­kosten verlangen. Eine solche Vereinbarung im Miet­vertrag ist unwirk­sam, entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. VIII ZR 254/17).

Laut Vertrag sollte der Mieter neben der Nettokaltmiete von 1 500 Euro eine Verwaltungs­kostenpauschale von gut 34 Euro im Monat zahlen. Nachdem er die Pauschale 18 Monate lang gezahlt hatte, forderte er das Geld zurück. Zu Recht, urteilten die Richter. Verwaltungs­kosten seien nicht als Betriebs­kosten auf den Mieter umleg­bar. Ein Vermieter könne sie zwar in die Grund­miete einpreisen. Wenn die Pauschale aber gesondert im Miet­vertrag ausgewiesen ist, müsse daraus eindeutig hervorgehen, dass sie zur Nettomiete gehört. Sonst muss der Mieter nicht zahlen.

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