Sagt ein Mietinteressent bei Abschluss eines Mietvertrags die Unwahrheit über seine Einkommensverhältnisse, kann der Vermieter den Vertrag anfechten. Das hat das Amtsgericht Saarlouis in einem Fall entschieden, in dem sich ein Mieter als gut verdienender Designer ausgegeben hatte, in Wirklichkeit aber Sozialhilfe bezog (Az. 29 C 739/99). Da es dem Vermieter auf die Einkommensverhältnisse ankam und er dies beim Vertragsgespräch auch deutlich gemacht hatte, konnte er den Mietvertrag nach Auffliegen des Schwindels rückgängig machen.

RAT: Der Vermieter darf allerdings nicht alles fragen: Mieter-Lügen sind beispielsweise erlaubt, wenn es um die Mitgliedschaft im Mieterverein, laufende Ermittlungsverfahren, Kinderwünsche oder Vorstrafen geht.

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