Schließt ein Ehemann einen Miet­vertrag ab, so wird die Ehefrau nicht auto­matisch Vertrags­part­nerin. Auch dann nicht, wenn sie von dem Vertrag weiß und darin benannt wird. Der Fall: Ein Mann hatte 2010 einen Miet­vertrag für eine Wohnung abge­schlossen. Als er ins Gefäng­nis musste, zahlte er keine Miete mehr. Sechs Jahre später wollte der Insolvenz­verwalter des damaligen Vermieters die rück­ständige Miete von der Ehefrau eintreiben. Sie verweigerte die Zahlung. Zu Recht, wie das Land­gericht Stutt­gart urteilte (Az. 1 S 50/16).

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