Miets­häuser Syndikat

Unser Rat

Inhalt

Eignung. Stellen Sie Projekten des Miets­häuser-Syndikats nur Geld zur Verfügung, wenn Sie deren Anliegen unterstützen wollen. Die Investition eignet sich nicht als reine Geld­anlage. Im Verhältnis zum Risiko sind die Rendite­aussichten gering. Setzen Sie nur Geld ein, dessen Verlust Sie zur Not verschmerzen könnten.

Aufteilung. Wenn Sie größere Summen anlegen wollen, zum Beispiel 5 000 Euro, verteilen Sie Ihr Geld an fünf Projekte. Das ist sicherer als 5 000 Euro an eines zu vergeben. Oft ist ein Einstieg ab 500 Euro möglich.

Steuer. Sie müssen die Zinsen selbst versteuern. Lassen Sie sich die Zins­einnahmen bescheinigen.

Sicherheit. Geht es Ihnen in erster Linie darum, Ihr Geld gut verzinst und verhält­nismäßig sicher anzu­legen, sind Sie bei Spar­angeboten von Wohnungs­genossenschaften besser aufgehoben. Mehr dazu lesen Sie im Test Sparangebote von Wohnungsgenossenschaften: Besser als bei der Bank, Finanztest 2/2015.

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freistern am 26.07.2018 um 13:15 Uhr
Schlechte Sachinformation

Der Besinnungsaufsatz ist eine dürftige Information über das Risiko eines Nachrangdarlehens für Wohnprojekte. Im Syndikat sind 130 Projekte organisiert. Bei dem bisher einzigen gescheiterten Projekt wurden bisher in Höhe von 25% der Nachrangdarlehen zurück bezahlt.
Anlageberater empfehlen den Investoren: Wer 100.000 Euro investieren will, sollte kleinere Beträge an mehrere Projekte vergeben. "Sichere" Projekte sind diejenigen, die keine Bankdarlehen mehr abzahlen müssen, die unsichersten Projekte sind diejenigen, die noch nicht bewohnt sind.
Bisher ist ein Projekt von 130 gescheitert mit 25% Ausfall. Wähle ich 10 Projekte aus, erwische ich mit 8% Wahrscheinlichkeit ein "faules" Projekt. Mein Ausfallrisiko liegt also bei 600 €.. Erwischt es mich, bleiben von meinen 100.000 € mindestens 92.500 € übrig. Meine Volksbank hat mir als sicherste Anlage eine Garantie für 95% meiner Anlage angeboten. Da schneiden die ach so hochgefährlichen Projekte im Syndikat relativ gut ab.

Profilbild Stiftung_Warentest am 03.02.2015 um 13:42 Uhr
Vertrauen und Transparenz

@sbah: Es freut uns, dass Sie gute Erfahrungen mit der Aufklärung über die von Ihnen erworbenen Nachrangdarlehen gemacht haben. Trotzdem finden wir es wichtig, Anleger darauf hinzuweisen, dass sie bei diesen Festzinsanlagen nicht mit der gleichen Sicherheit rechnen können wie bei den Sparanlagen einer Bank. Den dortigen Einlagensicherungsschutz gibt es weder im Bereich der Nachranganleihen noch bei den Wohnungsbaugenossenschaften. Und wer sein Geld aus politischen / ethischen Gründen eine Alternative zu den Bankangeboten sucht, findet bei den Wohnungsbaugenossenschaften bessere Angebote, was den Zins und die Sicherheit betrifft, auch wenn diese Angebote wiederum nicht von der Sicherheit her auf einer Stufe mit den Festzinsanlagen der Banken stehen. Aber für diejenigen, die ihr Geld sozial anlegen wollen, stehen diese Aspekte vielleicht nicht im Vordergrund. Trotzdem macht es natürlich Sinn, nur Geld in diese Häuser zu stecken, auf das man im Notfall verzichten kann. (maa)

sbah am 21.01.2015 um 00:46 Uhr
Vertrauen und Transparenz 6

Ihr Rat: Den habe fast genau so auch vom Mietshäuser Syndikat bekommen. Deswegen habe ich auch nicht mehr als 5000 Euro in einem einzigen Projekt. Das wollte auch schon das erste Projekt, dem ich Geld lieh. aus dem gleichen Grund wie ich: Risikostreuung.
Ich wünsche dem Mietshäuser Syndikat, dass dieses Gesetz noch abgewendet werden kann und dass mehr Menschen Geld breit gestreut in solchen Projekten investieren, damit sie irgendwann ohne Banken auskommen. Das wäre ja dann auch für uns Kleinanleger sicherer.
PS: Ich bitte um Entschuldigung, dass ich hier sechs Kommentare hinterlassen habe. Aber dieser Artikel hat mich beim Lesen zu vielen (hoffentlich konstruktiven) Widerworten veranlasst.

sbah am 21.01.2015 um 00:42 Uhr
Vertrauen und Transparenz 5

Kein Mitspracherecht für Anleger: Wo habe ich das sonst? Richtig, bei Volksbanken (aber auch nur dort); bei einer AG spielt unsereins doch nur eine so untergeordnete Rolle, dass von wirklicher Mitsprache nicht geredet werden sollte.
Das Kleinanlegerschutzgesetz: Ich habe mir den Entwurf einmal angesehen. Dort sollen die Zinsen noch niedriger sein, als die von Ihnen kritisierten. Die Erleichterungen betreffen eben nicht GmbHs wie im Falle des Mietshäuser Syndikats. Mit einer Grenze von einer Millionen Euro wird eine "Mietpreisbremse" mit dem Mietshäuser Syndikat gerade in den Städten die es nötig hätten unmöglich. Mit solchen "Peanuts" brauchen Sie da gar nicht ankommen. Mit dem jetzigen Entwurf werde ich meine Kredite zwangsweise zurückerhalten und der Immobilienmarkt die 90 Objekte des Mietshäuser Syndikats. Einen solchen "Schutz" will ich nicht.

sbah am 21.01.2015 um 00:41 Uhr
Vertrauen und Transparenz 4

Einige Klauseln erhöhen das Risiko: Der Autor beschreibt in diesem Absatz genau die Wahlfreiheit, die die Direktkredit-Verträge lassen. Wo da ein erhöhtes Risiko liegt, wenn ich mir aussuchen darf, ob der Kredit regelmäßig getilgt, die Zinsen regelmäßig ausgezahlt oder alles wie beim Sparbuch liegen bleibt, ist mir nicht nachvollziehbar. Gezwungen wird hier niemand, anders als bei der Bank.
Fr. Mohn kritisiert die mangelnde Aufklärung über die Risiken. Diese Frage stelle ich als Kreditgeber doch als erstes. Und im persönlichen Gespräch, dass immer dazu gehört, wird dies nie verneint. Ich habe mittlerweile viele Bekannte, die kleinere und größere Beträge in Projekte des Mietshäuser Syndikats investiert haben. Die Risiken sind allen bewusst, anderes als in Zypern. Zugegeben Zypern ist weit weg, aber wenn die derzeitige Immobilienblase in den Niederlanden platzt, ist das nicht mehr so weit weg. Und wer weiß, dass Immobilien in den Niederlanden derzeit mit 125% des Wertes beliehen werden.