Säumige Mieter können eine Kündigung des Vermieters nicht immer ungeschehen machen, indem sie ihre Mietschulden bezahlen. Laut Gesetz wird eine fristlose Kündigung wegen Zahlungsverzugs zwar unwirksam, wenn der Mieter den Rückstand binnen zwei Monaten nach der Räumungsklage ausgleicht. Hat der Vermieter gleichzeitig jedoch auch fristgerecht gekündigt, kann diese Kündigung wirksam bleiben. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 6/04).

Mieter dürfen ihre Wohnung in diesem Fall nur behalten, wenn sie unverschuldet in Zahlungsnot geraten sind.

Bisher hatten viele Gerichte auch eine fristgerechte Kündigung für unwirksam gehalten, wenn die Miete spätestens zwei Monate nach der Räumungsklage nachgezahlt wurde.

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