Für einen Schaden in seiner Wohnung muss ein Mieter nur dann aufkommen, wenn sein Vermieter beweisen kann, dass kein anderer ihn verursacht haben kann. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 28/04).

Neue Mieter hatten am Tag nach Vertragsbeginn in der Wohnung gearbeitet. Tags darauf entdeckte der Mieter eines darunter liegenden Ladens, dass Wasser durch die Decke gelaufen war. In der Wohnung über dem Laden war ein Wasserhahn nicht richtig abgedreht worden. Die Vermieterin verlangte 4 000 Euro Schadenersatz von den neuen Mietern.

Das darf sie nicht, so die Richter. In ­einem solchen Fall müsse der Vermieter beweisen, dass der Schaden nicht durch einen Dritten entstanden sein könne. Die Vermieterin konnte aber nicht ausschließen, dass der Vormieter noch einen Schlüssel für die Wohnung besaß.

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