Unter­vermietung an Touristen: Darf ich meine Wohnung im Internet anbieten?

Erlaubnis. Mieter, die ihre Wohnung in Onlineportalen anbieten, um mit der Vermietung an Touristen Geld zu verdienen, brauchen eine spezielle Erlaubnis vom Vermieter. Hat der Vermieter ganz allgemein die Unter­vermietung erlaubt, ist damit noch nicht die Über­lassung an Touristen gestattet. So urteilte im Januar der Bundes­gerichts­hof (Az. VIII ZR 210/13). Ein Mieter hatte seine Wohnung nur alle 14 Tage zum Besuch seiner Tochter genutzt und zwischendrin über eine Bed-and-Breakfast-Zimmervermitt­lung im Internet angeboten. Als der Vermieter von der kommerziellen Unter­vermietung erfuhr, mahnte er den Mieter ab. Dieser bot die Wohnung weiter an und bekam schließ­lich die Kündigung.

Schäden. Vermietet ein Mieter Zimmer an Touristen weiter und richten diese Schäden in der Wohnung an, haftet er dafür gegen­über seinem Vermieter (Paragraf 540 des Bürgerlichen Gesetz­buches). Auf Platt­formen wie Airbnb.de oder 9flats.com gibt es Versicherungen, die den Gast­geber schützen sollen. Bei Airbnb sind Gegen­stände wie Geld oder Kunst­werke allerdings vom Schutz ausgenommen. Bei 9flats trägt der Gast­geber im Schadenfall immer einen Selbst­behalt von 250 Euro. Der Verlust von Sachen ist dort gar nicht versichert. Lässt der Gast also den Computer in der Wohnung mitgehen oder ein Hand­tuch, bekommt der Gast­geber kein Geld von der Versicherung.

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