Mietrecht Special

Gründe für den Wunsch nach einer Unter­vermietung gibt es viele. Nach einer Trennung oder dem Auszug großer Kinder gibt es plötzlich viel zu viel Platz. Oder die Wohnung liegt in einer attraktiven Lage und die Unter­vermietung an Touristen könnte interes­sant sein. Allerdings: Vermieter müssen nicht jedem Mieter­wunsch nach Unter­vermietung entsprechen.

Das lesen Sie im Artikel

Die Experten von Finanztest erklären, was Mieter tun müssen, um einen Untermieter aufzunehmen, in welchen Fällen der Vermieter nein sagen darf und wie das recht­liche Verhältnis von Mieter und Untermieter im Detail beschaffen ist. Geklärt wird auch die Frage, inwieweit Mieter ihre Wohnung an Touristen über­lassen dürfen.

Der Einstieg in den Finanztest-Bericht

„Wenn die Wohnung für einen Mieter zu teuer wird, möchte er sie vielleicht unter­vermieten. Dafür braucht er aber die Erlaubnis des Vermieters. Nur wenn nahe Angehörige einziehen, muss er den Vermieter nicht fragen. Das gilt etwa für eigene Kinder, Eltern und den Ehepartner. Bei Lebens­part­nern hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) 2003 entschieden, dass die Erlaubnis des Vermieters zwar nötig ist. Der Vermieter muss dem Wunsch des Mieters aber entsprechen, er darf die Aufnahme des Part­ners nicht ablehnen (Az. VIII ZR 371/02).

Auch bei Besuch ist das Okay des Vermieters entbehr­lich, wenn er nur ein paar Wochen bleibt. Wann aus dem Besucher ein Untermieter wird, ist nicht genau fest­gelegt. Bei drei Monaten sei die normale Dauer über­schritten, fand das Amts­gericht Frank­furt-Höchst (Az. Hö 3 C 5170/94). (...)“

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