Mietrecht Meldung

Die Kosten von Kleinre­paraturen dürfen Vermieter nicht immer Mietern aufbürden.

Die Klausel im Miet­vertrag, wonach Mieter Reparaturen an mitgemieteten Beleuchtungs­körpern und Spiegeln in der Wohnung bis 100 Euro bezahlen müssen, ist unwirk­sam (Amts­gericht Zossen, Az. 4 C 50/15). Nur Reparaturen an Teilen, die Mieter häufig anfassen, können ihnen per Vertrags­formular aufgebürdet werden (Bundes­gerichts­hof, Az. VIII ZR 91/88). Für Spiegel und Beleuchtungs­körper gilt das laut Amts­gericht Zossen nicht.

Tipp: Auch wer keinen vom Vermieter gestellten Spiegel in der Wohnung hat, kann von dem Urteil profitieren. Die „Spiegel-Klausel“ stand früher etwa in Muster­verträgen wie dem „Einheits­miet­vertrag 2873“ von Avery Zweck­form. Eine unwirk­same Kleinre­paraturklausel bedeutet: Der Vermieter muss alle Reparaturen selbst bezahlen – auch die an Gegen­ständen wie Fens­tergriffen, welche häufig vom Mieter berührt werden.

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