Selbst wenn Unter­vermietung im Miet­vertrag ausgeschlossen ist, können Mieter Anspruch haben, dass der Eigentümer es erlaubt. Eine Frau hatte nach der Scheidung die Wohnung über­nommen. Als ihr Exmann keinen Unterhalt mehr zahlte, blieben von ihrem Gehalt nur 530 Euro zum Lebens­unterhalt übrig. Deshalb darf sie ein Zimmer für 400 Euro monatlich unter­vermieten. Sie muss nicht in eine billigere Wohnung ziehen. Der Wunsch einer Mieterin, in ihrer gewohnten Umge­bung zu bleiben, sei als Ausdruck ihrer privaten Lebens­führung zu respektieren, entschied das Amts­gericht München (Az. 422 C 13968/13).

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