Mietrecht Meldung

Am 1. September soll die Reform des Mietrechts in Kraft treten. Sie sieht einige Verbesserungen für Mieter vor. Die wichtigsten Änderungen:

- Die Kündigungsfrist für Mieter wird auf drei Monate verkürzt.

- Betriebskosten müssen künftig spätestens zwölf Monate nach Ende der jeweiligen Abrechnungsperiode abgerechnet werden. Spätere Nachforderungen sind dann ausgeschlossen.

- Mieterhöhungen wegen gestiegener Kapitalkosten sind unzulässig.

- Wer mit dem verstorbenen Mieter in Lebensgemeinschaft gelebt hat, kann in das Mietverhältnis eintreten.

- Behinderte können verlangen, dass der Vermieter dem behindertengerechten Umbau der Wohnung auf ihre Kosten zustimmt, müssen sich aber zum Rückbau verpflichten und deshalb eine zusätzliche Sicherheit leisten.

- Bei einer Wohndauer von mehr als zehn Jahren verkürzt sich die Kündigungsfrist für den Vermieter von bisher zwölf auf neun Monate.

- Die Kappungsgrenze wird gesenkt. Der Vermieter darf innerhalb von drei Jahren die Miete höchstens um 20 Prozent (bisher um 30 Prozent) anheben, solange die ortsübliche Vergleichsmiete nicht überschritten wird.

- Der Vermieter kann auch ohne berechtigtes Interesse Erben kündigen, wenn sie nicht in der Wohnung des gestorbenen Mieters leben.

- Die Miete muss am Monatsanfang im Voraus gezahlt werden.

Ein qualifizierter Mietspiegel wird eingeführt, der von Wissenschaftlern erstellt wird. Bei Mieterhöhungen muss der Vermieter darauf zurückgreifen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 108 Nutzer finden das hilfreich.