Steht in einem „Mieter­selbst­auskunfts­bogen“, dass ein Interes­sent dem Makler 75 Euro Bearbeitungs­gebühr zahlen muss, wenn er den Miet­vertrag nicht unter­schreibt, ist das ungültig. Laut Gesetz dürfen Makler kein Geld nehmen, wenn kein Vertrag zustande kommt. Erlaubt ist allenfalls ein Ersatz der entstandenen Auslagen. Die muss der Makler dann aber belegen. Eine Pauschale ist nicht zulässig, urteilte das Land­gericht Bonn (Az. 8 S 192/13). Ungültig ist die Klausel auch, weil sie über­raschend ist: Niemand würde sie in einer Selbst­auskunft erwarten. Dort rechnen Mieter vor allem damit, nach ihren persönlichen Verhält­nissen gefragt zu werden.

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