Mietrecht Meldung

Spielende Kinder auf dem Bolz­platz sind kein Grund, die Miete zu kürzen.

Mieter dürfen die Miete nicht mindern, weil sie sich vom Lärm spielender Kinder auf dem Bolz­platz der benach­barten Schule gestört fühlen. Das gilt auch dann, wenn der Bolz­platz erst nach Abschluss des Miet­vertrags errichtet wurde, entschied der Bundes­gerichts­hof (BGH, Az. VIII ZR 197/14).

Was kann der Vermieter tun?

Nach der Entscheidung des Bundes­gerichts­hofs darf ein Mieter die Miete nur kürzen, wenn der Vermieter gegen die Störung vom Nach­bargrund­stück vorgehen kann. Muss der Vermieter den Lärm dulden und kann er auch keine Entschädigung fordern, ist eine Miet­minderung ausgeschlossen. Gegen Kinder­lärm vom Spiel­platz kann ein Vermieter nichts tun. Das Gleiche gilt in der Regel für Lärm von einer benach­barten Baustelle, sofern die Lärm­schutz­bestimmungen einge­halten werden.

Der Streit geht weiter

Der Streit um den Bolz­platz ist aber noch nicht entschieden. Der BGH wies den Fall an das Hamburger Land­gericht zurück. Das muss nun prüfen, ob der Lärm nicht von Kindern, sondern von Jugend­lichen ausging, die abends auf dem Bolz­platz der Schule gekickt haben sollen.

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