Mietrecht Meldung

Ruhelage. Hundegegner brauchen gute Argumente.

In Miet­verträgen die Haltung von Katzen und Hunden generell zu verbieten, ist unzu­lässig. Das entschied der Bundes­gerichts­hof bereits im Jahr 2013. Statt­dessen müsse in jedem Einzel­fall zwischen den Interessen des Vermieters, der Haus­gemeinschaft und des tierhaltenden Mieters abge­wogen werden. Das legte auch das Amts­gericht Hannover seinem Urteil über Misch­lings­hund Toby zugrunde: Dieser darf weiter mit seiner Besitzerin in deren Miet­wohnung in Hannover wohnen. Die Halterin hatte auf Zustimmung des Vermieters zur Hundehaltung geklagt. Er hatte verlangt, dass sie Toby aus der Wohnung entferne. Seine Begründung: Toby verschmutze den Hausflur und zerkratze die Treppen­stufen. Außerdem belle er ständig. Der Richter besichtigte Haus und Hund. Der Besuch über­zeugte ihn, dass Toby das Leben im Miets­haus nicht beein­trächtige. Auch ein von den Eigentümern des Hauses getroffener gemein­samer Beschluss, Mietern die Haltung von Hunden und Katzen in Miet­verträgen nicht zu erlauben, ist unwirk­sam (Amts­gericht Hannover, Az. 541 C 3858/15).

Tipp: Mehr zum Thema in unseren FAQ Hunde und Recht.

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