Mieter dürfen in der Regel die Miete mindern, wenn die Wohnung mehr als 10 Prozent kleiner ist als im Mietvertrag angegeben. Das gilt aber ausnahmsweise nicht, wenn laut Mietvertrag nicht die Wohnfläche, sondern die Anzahl der vermieteten Räume als Maßstab für die Mietberechnung vereinbart ist. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 306/09). Der Vermieter hatte die Wohnfläche im Vertrag mit „zirka 55“ Quadratmetern angegeben, aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Angabe wegen möglicher Messfehler nicht verbindlich sei. Obwohl die Wohnfläche tatsächlich nur 43 Quadratmeter beträgt, durfte die Mieterin die Miete nicht kürzen.

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