Rechengrundlage für eine Mietminderung ist immer die Bruttomiete, also die Miete einschließlich aller Nebenkosten. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. XII ZR 225/03).

Mit seinem Urteil hat der BGH einen jahrelangen Streit beendet. Bislang hatten einige Gerichte eine Mietminderung nur von der Nettomiete, der Miete ohne Betriebskosten, zugelassen.

Der BGH begründete das Urteil damit, dass der Mieter laut Bürgerlichem Gesetzbuch von allen Zahlungen befreit ist, wenn er die Wohnung wegen eines Mangels gar nicht nutzen kann. Daher sei auch in Fällen, in denen er die Wohnung nur eingeschränkt nutzen kann, die Bruttomiete der richtige Maßstab. Unerheblich sei, ob der Mieter die Nebenkosten pauschal oder mit einer Vorauszahlung begleicht.

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