Zieht ein Mieter aus und wird das Mietshaus kurz danach verkauft, kann der Mieter seine Kaution nur von dem Exvermieter, also dem früheren Eigentümer, verlangen. Der neue Eigentümer ist nicht in der Pflicht (Bundesgerichtshof, Az VIII ZR 219/06). Kann der frühere Vermieter nicht zahlen, geht der Mieter leer aus.

Anders ist es, wenn der Mieter beim Verkauf noch nicht ausgezogen ist. Dann bekommt er die Kaution vom Käufer der Wohnung wieder. Erst wenn er nicht zahlen kann, ist der Exvermieter in der Pflicht.

Für eine noch offene Nebenkostenabrechnung ist nach einem Auszug stets der alte Eigentümer zuständig, auch für die Auszahlung eines etwaigen Guthabens.

Tipp: Sie können während der Mietzeit vom Vermieter stets einen Nachweis darüber verlangen, dass er die Kaution getrennt von seinem Vermögen angelegt hat.

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