Wollen Vermieter eine Mieterhöhung durchsetzen, dürfen sie den Mietspiegel der Nachbargemeinde heranziehen. Das geht, wenn es für ihre Gemeinde keinen Mietspiegel gibt und der Nachbarort dem Wohnort gleicht (Bundesgerichtshof [BGH], Az. VIII ZR 99/09). Der Vermieter einer Wohnung in Backnang bei Stuttgart hatte die Miete mit dem Hinweis erhöht, in der Nachbargemeinde Schorndorf sei die ortsübliche Vergleichsmiete höher. Den Verweis auf den Mietspiegel der Nachbarn hielt der Vermieter für zulässig, da Schorndorf ähnlich nah an Stuttgart liege und auch per S-Bahn angebunden sei. Der BGH gab dem Vermieter recht.

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