Kündigen Vermieter eine Mieterhöhung an, müssen sie ihrem Schreiben nicht den örtlichen Mietspiegel beifügen. Das gilt zumindest, wenn dieser allgemein zugänglich ist. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass es Mietern zu­mutbar ist, sich die Unterlagen selbst zu beschaffen, wenn sie beispielsweise im Kundencenter des Vermieters einzusehen sind (Az. VIII ZR 74/08).

Um dem Mieter eine rechtliche Beratung etwa durch einen Anwalt zu ermöglichen, sei es nicht erforderlich, den Mietspiegel zu versenden. Ein Experte müsse dessen Inhalt ohnehin kennen.

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